Volltext: Handbuch der physiologischen Methodik, Dritter Band, Zweite Hälfte: Zentrales Nervensytem, Psychophysik, Phonetik (3)

Die akustischen Eigenschaften des Luftstromes. 
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löschen, kann man die Interferenz von einem beliebigen Oberton an her- 
stellen. Der Sprechende notiert den gesprochenen Laut, der Beobachter die 
Klangqualität des nach den Interferenzen zum Ohr gelangenden Lautes. 
Der Nachteil dieser sinnreichen Methode ist, daß man ganze Serien von 
Teiltönen ausschaltet, andere geradezu verstärkt und also keine begrenzten 
Auslöschungen vornehmen kann. Daß sie sich auf subjektive Schätzungen 
stützt, ist dagegen kein Fehler, wie man zuerst meinen könnte; denn schlie߬ 
lich ist ja das Ohr der endgültige Richter in den Fragen der Klanganalyse. 
Fig. 45. 
Interferenzapparat nach von Grützner und Sauberschwarz. 
Versuche zur vollständigen oder partiellen Ausschaltung des 
Ansatzrohres. — Um die Wirkung des Ansatzrohres auf den vom Kehl¬ 
kopf erzeugten Ton zu erproben, ist es wünschenswert, das Ansatzrohr 
irgendwie auszuschalten. 
Dazu kann man einfach nach dem Vorgänge Joh. Müllers (118) die 
Leistungen eines ausgeschnittenen Leichenkehlkopfes untersuchen. Der 
Kehlkopf wird so präpariert, daß man die oberen Teile, eventuell auch die 
Schildknorpelplatten je nach dem Zweck der Untersuchung so weit nötig 
reseziert. Unten wird ein Anblaserohr mit Röhrenmanometer angelegt; der 
Kehlkopf wird an einem Stativ vertikal befestigt. Zur Nachahmung der 
Muskulatur müssen verschiedene Zugdrähte, bzw. zum Ersatz der seitlichen 
Muskel ein aus zwei breiten Lamellen bestehendes Kompressorium ange¬ 
wendet werden (Fig. 46). Die Aryknorpel werden so befestigt, daß eine 
Tigerstedt, Handb. d. phys. Methodik III, 6. 6
	        
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