Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Apparate für psychologische Untersuchungen, Katalog XXI
Person:
Spindler & Hoyer
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit23709/14/
SPINDLER & HOYER G-m.b.H. GÖTTINGEN 
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Um zur Messung der Kontrollzeit keines separaten Chrono¬ 
graphen oder Kymographions zu bedürfen, ist mit dem Hammer 
die Chronographplatte S fest verbunden. Sie wird direkt berußt 
und an sie eine Stimmgabel mit Schreibspiße heranbewegt, die, 
während die Platte fällt, eine Wellenlinie auf ihr aufzeichnet. 
Jeder Welle entspricht bei einer Gabel von 250 Schwingungen 
eine Fallzeit von 4 u. Man will jedoch nicht die ganze Fallzeit 
des Hammers, sondern nur die Zeit wissen, die er braucht, um 
vom oberen zum unteren Kontakt zu kommen. Zu dem Zwedce 
bringt man ihn nacheinander in diese beiden Lagen, hält ihn fest 
und besdireibt jedesmal mit der Stimmgabel eine horizontale 
Marke (a a und b b). Dann lägt man den Hammer wie ge- 
wöhnlidi von oben bis unten fallen, während die Gabel ihre 
Schwingungen aufzeichnet und zählt die Schwingungen zwischen 
den Marken (vergl. nebenstehende Zeichnung). Natürlich muß 
man mehr solche Messungen z. B. 10 ausführen, wobei man sich 
gleichzeitig überzeugt, ob der Hammer mit konstanter Ge- 
sdiwindigkeit fällt. 
Damit man diese Bestimmung exakt und bequem ausführen kann, wird zu 
dem Apparat ein Stativ für die Stimmgabel geliefert, das 1. gestattet, die Schreib¬ 
spiße horizontal an der Platte entlang zu führen zum Aufzeichnen der horizontalen 
Marken, und das 2. ermöglicht, die Gabel von der Platte zurückzuziehen und dann 
wieder genau um denselben Betrag gegen die Platte zu schieben. Wenn man 
nämlich vor einer neuen Messung die Platte hodiheben will, muß man die Schreib¬ 
spiße vorerst entfernen, da sie sonst bei der Hebung verbogen würde. Für die 
Schreibung muß dann die Spiße wieder genau um denselben Beirag hinbewegt werden, 
da sonst, wie leicht einzusehen, die horizontalen Marken ihre Giltigkeit verlieren 
könnten. Dies ist durch eine Trommelablesung an dem Stimmgabelstativ ermöglicht, 
durch die jede Lage der Gabel genau bestimmt und stets wieder hergestellt werden 
kann. Stativ und Hammer sind leidit abnehmbar auf einer gemeinsamen gußeisernen 
Platte montiert und zwar so, daß sie genau die richtige gegenseitige Lage besißen. 
Nr. 13. Kontrollhammer, vereinfacht. Die gleichzeitige Schließung und 
Öffnung der beiden Kontakte des Doppelkontaktes hat zwar Vorteile, ist aber 
nicht unentbehrlich. Da die successive Schließung und Öffnung eine wesentlich 
einfadiere Konstruktion zuläßt, so wurde sie hier gewählt. Ferner ist bei diesem 
Modell der Hammer in seiner hödisten Lage nicht elektromagnetisch, sondern 
mechanisch festgehalten ; natürlich gesdiieht auch das Loslassen mechanisch, indem der 
den Hammer haltende Sdiieber durch eine Feder plößlich und mit stets gleicher Ge¬ 
schwindigkeit zurückgezogen wird. Der Apparat wird ebenfalls mit einer Chronograph- 
Platte und mit einem auf derselben gußeisernen Grundplatte festmontierten Stativ 
für die Stimmgabel geliefert. 
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