Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ortsbestimmung eines subcutanen Fremdkörpers aus Eisen oder Stahl
Person:
Edelmann, M. Theodor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit23303/6/
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Ortsbestimmung subcutaner Stahl-Nadeln etc. 
bemerkt, in vielen Fällen mit ihr allein eine genaue Ortsbestimmung; 
vollkommen sicher ist man immer dann, wenn man eine Stelle auf¬ 
zufinden vermag, wo sich die Nadel mit grösserer Direktionskraft 
senkrecht gegen die Hautoberfläche einstellt. Zur Fixirung dieses 
Ortes verfährt man, wie folgt : 
Man wird ohne Mühe eine ungefähr verticale Richtung finden, 
in der man den zu untersuchenden Körpertheil ganz nahe an dem 
Ende der Nadel vorbei bewegen kann, während die Nadel eine 
grössere Strecke hindurch immer senkrecht auf die Hautoberfläche 
weist. Der Weg, den dieses Ende der Nadel gegenüber der Epi¬ 
dermis gemacht hat, wird auf ihr mit einem feinen Tintenstrich 
bezeichnet; es wäre dieser Weg die Linie ab 
Fig. 37., Nun dreht man den Körper wenn¬ 
möglich um 900 gegen die Nadel herum 
und bestimmt auf dieselbe Weise durch sehr 
langsames Auf- und Abbewegen einen neuen 
Weg cd, der den ersten nahezu senkrecht 
schneiden wird. Senkrecht unter dem Schnitt- 
- punkte x beider Curven liegt der eine mag¬ 
netische Pol des Fremdkörpers. Dieser Punct wird mit Lapis fixirl, 
und bei der Operation hat hier der Einschnitt zu erfolgen. 
Es ist vielleicht ganz zweckmässig, den Punct x ausserdem 
durch vier entfernt liegende Lapispuncte in der Weise, wie dies in 
Fig. 37 durch x ß y 5 angedeutet ist, anzumerken, damit auch nach 
erfolgtem Einschnitte eine Ortsbezeichnung für den Punct x verbleibt. 
In nicht seltenen Fällen gelingt es, die Tiefe des Poles unter 
der Haut zu schätzen, wenn man nämlich darauf achtet, gegen 
welchen innerlichen Punct die Nadel hinzeigt, wenn man das 
Untersuchungsobject in horizontaler Richtung langsam an dem Pol 
der Nadel über dem Punct x vorüberführt. Figur 38 soll dies 
versinnbildlichen. H ist die Hautoberfläche, 
x der gesuchte Ort, abcde sind ver¬ 
schiedene Stellungen der Nadel. P wird 
der Ort des Poles vom Fremdkörper sein. 
Es lässt sich leicht der Fall denken, 
dass man an der Häutoberfläche zwei (oder sogar mehrere) solcher 
Puncte x finden kann. Gegen den einen wird der Pol n, gegen 
den anderen der Pol s der Nadel senkrecht stehen. Die Verbindungs¬ 
linie beider Puncte ergibt dann die Richtung der Längsausdehnung 
/1 \ \\ 
a 5 c a, e 
Fig. 38.
        

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