Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Arnheim'sche Thermoelektroskop
Person:
Edelmann, M. Theodor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit23302/1/
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Arnheim's Thermoelektroskop. 
das Galvanometer zum Voltmeter verwandelt. Hat das Galvano¬ 
meter z. B. 20 Ohm und soil das Milliampère gleichzeitig ein Volt 
bedeuten, dann ist S — 1000 Q, P — 20 Q und R — 980 Q 
zu nehmen. 
4. Endlich sind auf dem Brettchen noch unter sich verbunden: 
Bin; G±b; G.xd; Eie; af; bh; di; gPe: B.2E2Rk; cSB.2E2. 
Die Stromverläufe sind nun folgende: 
1. Galvanometer zum Stromstärkemessen: es tauchen die 
Kupferstifte in die Quecksilbernäpfe abode. Hauptstromkreis: 
BBiabGtGG2deE1KE2B2B ; der Voltmeter-Nebenschluss zweigt 
bei b ab und schliesst sich in B2 wieder an; er ist bcSB.,. 
2. Galvanometer zum Spannungsmessen: es tauchen die 
Kupferstifte des Wippenbrettchens in die Näpfe fghik. Haupt¬ 
stromkreis : B BL afg P e Ei K E2 B2 B ; der Voltmeterstromkreis zweigt 
sich von diesem im Puncte / ab; geht fhb GiGG2dikRB2 und 
schliesst sich in Ä, wieder dem Hauptstromkreise an. Auch bei 
Anwendung der d'Ar man’sehen Wippe muss eine zweite Messung 
mit aneinandergepressten Contacten vorgenommen werden; die 
Differenz der so gefundenen Widerstände ist der Widerstand von K. 
Das Arnheim’sche Thermoelektroskop. 
177 Versuche,1) welche von Dr. Arnheim in Petersburg angestellt 
wurden, haben gezeigt, dass der Gesunde an örtlich verschiedenen, 
jedoch gleich grossen Stellen der Oberfläche verschiedene Wärme¬ 
mengen ausstrahlt; von ganz besonderem Interesse ist indessen 
der Nachweis Arnheim’s, dass während verschiedener Krankheits¬ 
formen die Wärmedurchlässigkeit der Epidermis ganz wesentlichen 
Modificationen Unterworfen .sei; so ist z. B. bei gewissen Fieber¬ 
erscheinungen die ausgestrahlte Wärmemenge pro Quadratcentimeter 
geringer als sonst, obwohl die Temperatur des Körpers selbst sich 
erhöht. Es treten hier also Erscheinungen auf, als ob die Epidermis 
oder unmittelbar darunterliegende Schichten bessere Wärme-Isolatoren 
würden, als beim normalen Wohlbefinden. 
Um einerseits solche Verhältnisse einem eingehenden Studium 
zu unterwerfen, und um hauptsächlich auch diese Thatsacheii zu 
*) Zeitschrift für klin. Medicin, Bd. V, H. 3, und Lewandowski, 
Elektrodiagnostik pag. 314.
        

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