Bauhaus-Universität Weimar

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Kritik der elastischen Manometer. 
Masse die Dauer der Aufzeichnung begünstigt, die Kanülen so 
weit wie möglich wählen. Wenn eine gewisse Verengerung nicht 
zu umgehen ist, wird man diese enge Stelle so kurz wie 
möglich machen, um den Wert L/Q, so gut es geht, zu ver¬ 
ringern. Man sieht aber auch weiter, dafs bei gewissen Blut¬ 
druckversuchen, bei denen mau lange und verhältnismäfsig enge 
Kanülen anwenden mufs, wie bei den meisten Versuchen zur 
Bestimmung des Ventrikeldrucks die nicht zu vermeidende Masse 
verhältnismäfsig grofs ist, und dal’s dadurch gewaltige Entstel¬ 
lungen des Bildes von dem Druckablauf entstehen müssen und 
dies gerade bei einem Fall, der aus anderen Gründen die höchsten 
Anforderungen an ein registrierendes Instrument stellt. Bei¬ 
spielsweise beläuft sich die Masse M' für eine nur 10cm lange, 
2,0 mm weite Kanüle auf ca. 300. Man wird die Behauptung auf¬ 
stellen dürfen, dafs bis jetzt noch niemand durch irgend ein 
Instrument eine Ventrikel-Druckkurve erhalten hat, von der man 
mit Sicherheit sagen kann, dafs sie auch nur in grofsen 
Zügen richtig ist. Ohne Korrekturen kommt man hier überhaupt 
nicht aus. Für die Kanülen, die man bei den verschiedenen 
Blutdruckversuchen benutzt, kann man ein für allemal die 
Gröfse von i/Q feststellen und wird dies nicht für jeden Versuch 
zu wiederholen haben. Die Verbindungsröhren, die von den Ka¬ 
nülen zu dem Manometer hinführen, werden im allgemeinen von 
so einfacher Form sein, dafs man D/Q aus den Dimensionen be¬ 
stimmen kann. Während man die Gröfse von LfQ bei der Mano¬ 
meterröhre und besonders bei den Kanülen nicht viel ändern 
kann, wird man hier bei den Verbindungsröhren, die man ja im 
allgemeinen beliebig weit wählen kann, die Masse nach Möglich¬ 
keit zu vermindern bestrebt sein. 
Unsere einfachen Überlegungen haben gezeigt, dafs man mit 
sehr wenigen Versuchen über die Massengröfsen bei allen Röhren¬ 
teilen, die in Kreislaufversuchen zur Verwendung kommen können, 
unterrichtet sein kann, dafs man also für diesen Teil des hämodynami- 
schen Apparates die Konstante M' schon im voraus auswählen 
kann. Ehe wir unsere theoretische Überlegung angestellt hatten,
        

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