Bauhaus-Universität Weimar

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Kritik der elastischen Manometer. 
Da es sich für uns darum handelte, die Abhänigigkeit der 
Schwingungen von der Flüssigkeitsmasse des Manometers, seiner 
Elastizität und der Reibung in dem Manometer zu beobachten, 
so konnten wir den Druck nur auf diese Weise erzeugen und 
nicht etwa das Manometer mit einem Flüssigkeitsressrvoir, in 
dem der betreffende Druck hergestellt wurde, verbinden. Wir 
würden auf diese Weise nicht kontrollierbare Flüssigkeitsmassen 
zur Wirkung kommen lassen. Ich lege auf diesen Punkt ein 
besonderes Gewicht. Die Flüssigkeiten in dem Manometer und 
in den horizontal gelagerten Röhrenverbindungen drangen 
niemals bis zu dem Lumen des T-Hahns 2 bei den Versuchen 
vor. Dafs die Luftverbindung durch die Massen der Luft oder 
durch die verlangsamte Übertragung des Drucks bis zu dem 
Anfang der Flüssigkeit ohne Einflufs auf die Schwingungen ist, 
werde ich durch besondere Versuche erweisen. 
Man kann aber gegen diese Versuchsanordnung noch ein¬ 
wenden, dafs die Schnelligkeit dadurch, dafs während der 
Öffnung des T-Hahns 2 die Reibungsverhältnisse nicht constant 
bleiben, sondern die Reibung der wesentlichen Teile des Mano¬ 
meters, insbesondere der Flüssigkeit durch die von der Öffnung 
des Hahns abhängige Luftreibung in nicht kontrollierbarer Weise 
verändert wird. So wäre die Schnelligkeit, mit welcher der 
Hahn 2 geöffnet wird, von wesentlichem Einflufs auf den Ablauf 
der Schwingungen. Um diesem Einwand zu begegnen, dessen 
Bedeutung ich selbst bei dem Beginn der Versuche überschätzte, 
registrierte ich die Geschwindigkeit, mit der die Hahndrehung 
erfolgte, auf eine sehr einfache Weise. Ich befestigte an dem 
Griff des Hahns eine Pappscheibe, welche die Form eines Viertel¬ 
kreises hatte. In den Rand dieser Scheibe schnitt ich Zähne in 
etwas gleicher Entfernung voneinander ein. Den Hahn befestigte ich 
so, dafs der Rand der Scheibe ganz nahe an dem Membranstift in dem 
Gesichtsfeld des Mikroskops sich befand. Die Röhre H mufste zu 
dem Zweck gebogen werden. Bei den Bewegungen des Hahns 
wurden die Lichtstrahlen wie bei der vorher geschilderten Sekunden¬ 
markierung unterbrochen, und es bildeten sich Streifen (s. Fig. 5) 
auf dem Film ab, deren Entfernung auf dem bewegten Film ein
        

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