Bauhaus-Universität Weimar

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Kritik der elastischen Manometer. 
moment der sich drehenden Masse: - m r2, dividiert durch das 
Quadrat des Abstandes a 2 des Mittelpunktes der Membran von 
der Achse des Hebels. Als Grundfläche dieses fingierten Stiftes 
hat die Gröfse des Plättchens zu gelten, das, fest verklebt mit 
der Membran, die Bewegungen der Membran auf den Hebel über¬ 
trägt. Bei diesen Betrachtungen haben wir ohne Bedenken über 
die Abweichungen der kreisförmigen Bewegung des Punktes a 
des PJebels von der geradlinigen absehen können, da es sich 
immer nur um geringe Winkeldrehungen handelt, bei denen statt 
des Bogens der Sinus oder die Tangente gesetzt werden können. 
Die Beziehung, die wir erhalten haben, indem wir die Träg¬ 
heitskräfte des Hebels durch eine Resultierende ersetzt haben, 
die wie die Trägheitskräfte eines Stiftes auf die Mitte der Membran 
einwirken, ist für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit eines 
Hebelmanometers von grundlegender Bodeutung. Die reduzierte 
Masse des Spiegels oder Hebels, wie wir sie nennen wollen, ist, 
wie schon von Frey hervorgehoben hat, proportional dem Träg¬ 
heitsmoment des sich drehenden Systems. Wir haben noch die 
neue Beziehung dazu gefunden, dafs die Masse umgekehrt pro¬ 
portional dem Quadrat des Abstandes der Membranmitte von 
der Achse des Hebels ist. Ändert man also an dem gleichen 
Hebel die Vergröfserung, indem man seine Verbindung mit der 
Mitte der Membran näher an die Achse heranlegt, wie man dies 
bei vielen Apparaten ausführen kann, so wachsen die Trägheits¬ 
kräfte oder die Massenwirkung im direkten Verhältnis der 
Quadrate der Vergröfserungen. Ein sehr wichtiges Moment! 
Von vielen wird schon bei Aufzeichnungen von Manometerkurven 
die Beobachtung gemacht worden sein, dafs die »Schleuderung« 
der Hebel ungemein beeinflufst wird, wenn man die Hebelver- 
& 
gröfserung verändert. Wir haben in unserer Beziehung M = 
et 
ein Mittel, diese Veränderung rechnerisch zu bestimmen. 
Konstruktion der Verbindung von Membran und Hebel oder Spiegel. 
Ein paar Worte möchte ich hier über die Art der Anord¬ 
nung sagen, welche die Übertragung der Bewegung des Mittel-
        

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