Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Studien zur Physiologie der Schilddrüse, VII. Mitteilung: Jodumsetzungen im Organismus
Person:
Blum, F. R. Grützner
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit20883/1/
Studien sur Physiologie der Schilddrüse. 
VII. Mitteilung. 
Jodumsetzungen im Organismus. 
Von 
F. Blum und B. Grützner. 
(Aas dem biologischen Institut za Frankfurt *. M.‘) 
(Der Redaktion zngegangen am 8. Angast 1980.) 
Unter Jodumsetzung verstehen wir die Fähigkeit des Or¬ 
ganismus, das Jod von einer bestimmten Bindungsart in 
eine andere Überzuführen. Hierher gehört die Bildung' von 
Jodeiweiß in der Schilddrüse und dessen fortschreitende Jo¬ 
dierung bei Zufuhr von Jodalkali, wie sie durch eine beson¬ 
dere Ver8uchsanordnung von uns exakt nachgewiesen und quan¬ 
titativ verfolgt worden ist1. Diese Eigenschaft der Schilddrüse, 
aus Jodalkali anorganisches Jod freizumachen und es zur Bil¬ 
dung von Jodeiweiß zu verwenden, ist wohl die wichtigste 
Tatsache des ganzen Jodstoffwechsels und sie* ist auch die 
einzige sicher nachgewiesene Lebenstätigkeit der Schilddrüse. 
Verschiedene Beobachtungen lehren, daß diese Funktion der 
Drüse schon im jugendlichen Alter und in der Entwicklungs¬ 
zeit ante partum zukommt8). Der Bildung organischen Jods 
aus anorganischem in und vermittels der Schilddrüse und zwar 
durch sie allein von allen Organen4) steht der Gesamtorganis- 
]) Die Untersuchungen waren in der Hauptsache im Sommer 1914 
abgeschlossen; doch wurde ihre Veröffentlichung durch mit dem Krieg 
zusammenhängende Umstände bis jetzt verhindert. 
*) Diese Zeitschr. Bd. 91, S. 421 (1914) und E. Strauß, ebenda 
Bd. 104, S. 133 (1919). 
*) Ebenda S. 416 ff. und noch unveröffentlichte Beobachtungen. 
4) VI. Mitteilung; diese Zeitschr. Bd. 92, S. 375ff. (1914). 
Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. CX. 21
        

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