Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über einige Versuche, Brom in normalen menschlichen Organen nachzuweisen
Person:
Pillat, Arnold
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit20823/4/
Cher Versuche, Brom iu normalen menschl. Organen nachzuweisen. 161 
Die Hitze wurde nur allmählich gesteigert, so daß die Veraschung 
mehrere Tage in Anspruch nahm. 
Nach dem Erkalten wurde die Asche mit Wasser auf¬ 
genommen und einige Stunden auf dem Wasserbade digeriert, 
hierauf wurde filtriert und gut nachgewaschen. Filtrat und 
Waschwässer, die immer farblos waren, erreichten ein Volum 
von 5—600 ccm. Sie wurden auf dem Wasserbad auf etwa 
100 ccm eingeengt, nach Zusatz von 1 g Ferriammoniumsulfat 
wurde das eventuell vorhandene Jod abdestilliert,). Dabei 
wurde die Flüssigkeit noch weiter auf etwa 50 ccm eingeengt. 
Diese Flüssigkeit kam in einen Kolben aus Jenenser Glas 
von etwa 130 ccm Fassungsraum. Der Kolben war durch 
einen eingeschliffenen Glasstöpsel, der zwei Röhren nach Art 
der Röhren einer Spritzflasche besaß, verschlossen. Das lange, 
zum Boden des Kolbens reichende Rohr wurde mit einer Wasch- 
fiasche verbunden, die den Zweck hatte, in den Kolben beim 
Ansaugen nur reine (bromfreie) Luft gelangen zu lassen; ich 
füllte sie mit einer verdünnten Lauge. Das kürzere Rohr trug 
an dem äußeren Ende einen Glasschliff, an welchen das Rohr 
eines etwa 30 cm langen absteigenden Liebigschen Kühlers 
paßte, der anderseits mit der zur Absorption des Broms be¬ 
stimmten Vorlage verbunden war. 
Das Brom wurde aus der Flüssigkeit durch Zusatz von 
1 g Kaliumbichromat und 10 ccm 50°/oiger Schwefelsäure frei¬ 
gemacht; während des ganzen Versuchs wurde langsam Luft 
durch den Apparat gesaugt. 
Als Vorlage diente eine gleichfalls mit Glasschliff an¬ 
geschlossene Waschflasche, in welcher das Destillat in 5 ccm 
Wasser und 0,1 ccm einer 0,025 °/0igen Fluoresceinlösung auf¬ 
gefangen wurde. 
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') Oer Einwand Labats (3. 27 seiner Dissertation), daß bei Pf i- 
brams Versuchen durch Erhitzen einer mit Schwefelsäure angesftuerten 
wäßrigen verdünnten Bromwasserstoffsäure sich Bromwasserstoff ver¬ 
flüchtige, ist nicht stichhaltig, jedoch gelingt die quantitative Entfernung 
des Jods auch auf die obige Weise, weshalb wir auf den Schwefelslnre- 
zusatz verzichtet haben.
        

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