Bauhaus-Universität Weimar

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R. Feulgen, 
1. Korrespondierende Bindungen. 
a) Unter Beteiligung der Phosphorsäuremoleküle. 
Na—Phosphorsäure—Kohlenhydrat—Guanin 
Phosphorsäure—Kohlenhydrat—Cytosin 
Phosphorsäure—Kohlenhydrat—Thymin 
Na—Phosphorsäure—Kohlenhydrat—Adenin. 
Die Phosphorsäuremoleküle seien hier etwa anhydridartig 
verbunden. Diese Struktur, die an sich wegen der langen 
Phosphorsäurekette schon unwahrscheinlich ist, wird unmöglich, 
wenn man bedenkt, daß die so dargestellte Nucleinsäure nur 
zweibasisch sein kann, während sie in Wirklichkeit vier¬ 
basisch ist. 
b) Unter Beteiligung der Kohlenhydratgruppen. 
^Phosphorsäure—Kohlenhydrat—Guanin 
yPhosphorsäure—Kohlenhydrat—Cytosin 
Na 
Na' 
Die resultierende Nucleinsäure müßte achtbasisch sein; 
deswegen ist auch diese Struktur zu verwerfen. Allgemein 
ergibt sich naturgemäß, daß bei Annahme von korrespondie¬ 
renden Bindungen die Anzahl der freien Säuregruppen sinkt, 
wenn man die Bindungen zwischen je zwei Phosphorsäure¬ 
molekülen annimmt, daß sie aber steigt, wenn die Bindungen 
zwischen den Kohlenhydratgruppen angenommen werden. 
2. Wechselbindungen. 
Die von Levene dargestellten Spaltprodukte «Cytosin— 
Hexose—Diphosphorsäure» und «Thymin—Hexose—Diphosphor- 
säure» zeigen, daß in ihnen das Kohlenhydrat mit zwei 
Phosphorsäuremolekülen verbunden ist, daß mithin in der
        

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