Bauhaus-Universität Weimar

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Harald Kylin, 
und fällt das Laminario mit Alkohol aus. Der Niederschlag 
wird dann auf der Nutsche gut abgesaugt und getrocknet. In 
bezug auf die Methode der Darstellung des Laminarins möge 
ferner auf meine oben angeführte Arbeit verwiesen werden. 
In der oben erwähnten Weise wurde Laminarin aus 
Desmarestia aculeata und D. viridis hergestellt. Bei 
Chorda filum, Chordaria flagelliformis, Dictyosiphon 
hippuroides, Halidrys siliquosa und Stilophora rhizo- 
des scheint dagegen Laminarin zu fehlen, oder wenigstens in 
so geringen Mengen vorzukommen, daß es mir nicht gelang, 
es nachzuweisen. Das Algenmaterial war im Juli und August 
eingesammelt worden. 
Desmarestia aculeata. Aus 55 g im Juli eingesam¬ 
melten Materials wurden etwa 1,5 g Laminarin hergestellt. 
Asche 1,02 °/o; 0,4006 g gaben 0,0041 g Asche. 
1,010 g, Asche abgerechnet, wurden in 50 ccm Wasser 
gelöst; Drehung — 0,26° in 2 dm-Röhre; die spezifische Drehung 
ist demnach — 6,4°. 
a u = 
0,26 • 50 
1,010 • 2 
— 6,4°. 
Die Lösung wurde mit Schwefelsäure bis zu etwa 3 Pro¬ 
zent versetzt und dann vier Stunden in siedendem Wasser¬ 
bade gekocht. Die optische Drehung war nach der Hydrolyse 
+ 2,15° in 2 dm-Röhre, was einem Dextrosegehalt von 2,04 °/o 
entspricht; die Reduktionsfähigkeit, nach Fehling bestimmt, 
entsprach 2,00 °/o Dextrose. Die ursprüngliche Lösung enthielt 
2,02 °/o Laminarin. Das Laminarin war demnach durch die 
Hydrolyse quantitativ in Dextrose umgewandelt worden. 
Desmarestia viridis. Aus 80g im Juli eingesammelten 
Materials wurden etwa 2,1 g Laminarin hergestellt. Asche 
1,22 °/o; 0,4900 g gaben 0,0060 g Asche. 
1,268 g, Asche abgerechnet, wurden in 50 ccm Wasser 
gelöst; Drehung — 0,52°in 2 dm-Röhre; die spezifische Drehung 
ist demnach — 10,3°. 
0,52 • 50 
1,268 • 2 
a i) = — 
= - 10,3°.
        

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