Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über das Verhalten verschiedener Stoffe gegen Stickoxyd, XIV. Mitteilung
Person:
Panzer, Theodor
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit20552/12/
Über das Verhalten verschiedener Stoffe gegen Stickoxyd. XIV. 389 
Die Mengen Stickoxyd, welche aufgenommen worden 
sind, können als mittlere bezeichnet werden. Sie erreichen 
aber bei weitem noch nicht das molekulare Verhältnis. CgH^O* 
würde 16,66°/o Stickstoff verlangen. Nichtsdestoweniger ist 
aber nach dem Verhalten der Produkte der Einwirkung diese 
wohl als chemische Verbindung aufzufassen, welche jedoch 
nur an der Oberfläche der einzelnen Teilchen der Substanz 
vor sich gegangen ist. 
Beim Auspumpen kehrt ein Teil der Präparate bis auf 
eine geringe Differenz wieder auf ihr ursprüngliches Gewicht 
zurück, als ob sie das ganze aufgenommene Stickoxyd wieder 
bis auf einen kleinen Rest abgegeben hätten. Die übrigen 
Präparate hingegen nehmen, was allerdings aus der Tabelle 
nicht ersichtlich ist, in den allerersten Tagen des Auspump¬ 
verfahrens ganz erheblich an Gewicht zu. In den weiteren 
Tagen sinkt das Gewicht allmählich bis auf einen Ruhepunkt, 
der immer noch das Gewicht, welches das Präparat unmittelbar 
nach der Einwirkung des Stickoxydes besessen hat, nicht un¬ 
beträchtlich übertrifft. Diese Verhältnisse sprechen deutlich 
für einen Oxydationsvorgang. 
Diese Oxydation muß indessen nicht immer die Atom¬ 
gruppe des aufgenommenen Stickoxydes betreffen, als ob diese 
Gruppe sich zu dem Reste der salpetrigen Säure oder der 
Salpetersäure oxydieren würde, weil manche dieser Präparate 
trotz erheblicher Gewichtszunahme keine Reaktion mit Diphenyl¬ 
amin in Schwefelsäure geben. 
Ebensowenig ist bei jenem Teile der Versuche, in wèlchen 
die Präparate beim Auspumpen fast auf ihr ursprüngliches 
Gewicht zurückkehren, das Abgegebene nur Stickoxyd, weil 
gerade solche Präparate öfter intensivere Reaktionen geben. 
In ihrem Verhalten gegen Reagenzien nähern sich die 
aus Kohlenhydraten gewonnenen Präparate insoferne der 
Stickoxyd-Diastase, als sie mit Jodkalium-Stärke und mit 
Schwefelwasserstoff reagieren. Diese Reaktionen zeigen aber 
hier vielfach anderen Charakter als bei der Diastase und im 
übrigen fehlen die Reaktionen mit Anilin und ß-Naphtol. 
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