Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Abbau von Hexosenphosphorsäure und Lactacidogen durch einige Organpreßsäfte
Person:
Embden, Gustav Walter Griesbach Fritz Laquer
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit20534/5/
1JÖ 0. Em bd en, W. Griesbach und F. Laquer, 
erhebliche Vermehrung der Milchsäure- und der Phosphor¬ 
säurebildung durch diesen Zusatz auf (siehe Kol. 12 und 13). 
Zieht man in den zwei Versuchen (Versuch 1 und 4b), in 
denen die Bildung beider Säuren im Leerversuch ermittelt wurde, 
die Beträge derselben ab, so gelangt man zu den in den 
Kolonnen 14 und 15 verzeichneten Zahlen. Darnach wurde in 
Versuch 1 rund 0,08 o/o Milchsäure und 0,ll®/0 Phosphorsäure 
aus Hexosephosphat gebildet, in Versuch 4b etwas über 0,11 °/o 
Milchsäure und annähernd 0,11 ®/0 Phosphorsäure. Die Milch¬ 
säure und auch die Phosphorsäurebildung aus Hexosephosphat 
durch Nierenpreßsaft ist im ganzen merklich größer als die 
früher1) unter Einwirkung von Preßsaft aus quergestreiften 
Muskeln beobachtete. 
Gerade wie in den früheren Versuchen am Muskelpreß- 
saft*) wurde auch hier durch Zusatz von Traubenzucker keine 
Vermehrung der Milchsäure erzielt. In dem unter Zusatz von 
Traubenzucker vorgenommenen Versuch 3a ist die Milchsäure¬ 
bildung unter Traubenzuckerzusatz (Kol. 12) noch geringer 
als die im Leerversuch beobachtete, in Versuch 4a nicht 
merklich größer. 
Ebensowenig wie Traubenzucker bildete die durch Aceton¬ 
fällung gewonnene nucleinsäureartige Substanz, die in der vor¬ 
angehenden Arbeit von Embden und Laquer beschrieben 
wurde, Milchsäure; auch trat keine außerhalb der Fehler¬ 
grenze der Bestimmung liegende Phosphorsäurebildung ein. 
(Versuch 5). 
Dagegen erwiesen sich Lactacidogenlösungen in einer 
Reihe von Versuchen (Versuch 2b, 3b, 6a, 6b, 7a, 7b) als 
Milchsäure- und Phosphorsäurebildner. Die Milchsäure- und 
Phosphorsäurebildung aus Lactacidogen erreichte zum Teil 
*) Embden, Griesbach und Schmitz, 1. c., S. 40fT. 
*) Embden, Kalberl ah und Engel, Über Milchsäurebildung im 
Muskelproßsaft. I. Biochem. Zeitschr., Bd. 45, S. 57 ff (Versuch 9 und 10 
der Tab.), 1912. Kura Kondo, Über Milchsäurebildung im Muskelpreß* 
saft, II. ibidem, S. 71 und 72 (Versuch 12. 13, 14, 16. Tab. 3), 1912. 
Embden, Griesbach und Schmitz, 1. c, S. 14.
        

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