Bauhaus-Universität Weimar

Zur Kenntnis der Autolyse des Gehirns. 4i»7 
Uranylacetatmethode aus Hindergehirn Fermente zu isolieren, 
die Wasserstoffsuperoxyd unter lebhafter Gasentwicklung zu 
zersetzen und anderseits Salicylaldehyd zu oxydieren ver¬ 
mochten. ^ V . 
Wie die vorstehende kurze Literaturübersicht zeigt, sind 
die Tatsachen, die über das Vorkommen, die Art und Wirkungs¬ 
weise intracellulärer Gehirnfermente bekannt geworden sind, 
nicht nur recht spärliche, sondern auch teilweise einander 
widersprechende. Besonders schien mir die Wirkungsweise 
der im Gehirn etwa vorkommenden proteolytischen und phöspW 
tidspaltenden Fermente der Autodigestion noch weiterer Unter¬ 
suchungen zu bedürfen. Diesem Zwecke sollte die Vorliegende 
Arbeit dienen, deren Ausführung Herr Geh.-Rat Salkowski 
ein stetes freundliches Interesse schenkte. Herrn Geh.-Rat 
Salkowski sage ich hierfür, auch an dieser Stelle, meinen 
besten Dank. 
I. Versuche über die autodigestive Proteolyse von GeUrnsubstanz. 
Als Ausgangsmaterial kam für diese wie alle"folgenden 
Versuche ausschließlich Kalbshirn zur Verwendung, das mög¬ 
lichst frisch vom Schlächter bezogen und sofort verarbeitet 
wurde. Teile beider Großhirnhemisphären wurden abgehäutet, 
zunächst mit dem Wiegemesser zerkleinert und daim in der 
Reibschale bis zur möglichst gleichmäßigen Verteilung der 
grauen und weißen Substanz verrieben. 
: ;■ Versuch A. "v, ' ’ . • * : ; ■ 
Unmittelbar nach dieser Vorbereitung wird in zwei Proben 
der frischen Substanz der Stickstoff nach K j e 1 d a h 1 bestimmt : 
1,989 frischer Substanz enthält. 1,03*/« N 
■ V ■ ; 1,9974 ' » :: ; » . ‘ - • • ■ 1,64 o/o ft ' . 
Von dem Gehirnbrei werden sofort zwei Portionen zu 
je 50 g abgewogen. Die eine Portion (Kontrollversueh) wird 
mit V* 1 Wasser unter Zusatz von l«/0 Kochsalz und ver¬ 
dünnter Essigsäure aufgekocht und dann unter weiterem Zu¬ 
satz von 200 ccm Chloroformwasser 3 mal 24 Stunden im 
Thermostaten bei 38—40° C digeriert. Die andere Portion
        

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