Bauhaus-Universität Weimar

E. Salkowski, 
Silber anstellen V Dabei ist, wohlgemerkt, nur von dem quali¬ 
tativen Nachweis die Rede, nicht von der quantitativen Be¬ 
stimmung. Daß die letztere Aufgabe, wenn man nach diesem 
Pnnzrp arbeitet, streng genommen, unlösbar ist, braucht nicht 
erörtert zu werden, 
Zur Konzentrierung des Harns steht uns, wenn man von 
dem im vorliegenden Falle in seinem Effekt jedenfalls zweifel¬ 
haften Ausfrierenlassen absieht, kein anderes Mittel zu Gebot als 
das Abdampfen, und zwar kommt für die praktische Anwendung 
wohl nur das Abdampfen auf dem Wasserbad oder vielleicht zuerst 
auf freiem Feuer, dann auf dem Wasserbad in Betracht. 
V or dem Abdampfen hat man sich nun immer gescheut, 
weil Quecksilberchlorid nach allgemeiner Annahme aus wässe- 
rigen Lösungen selbst auf dem Wasserbad entweicht. Genauere 
Angaben hierüber scheinen nicht vorzuliegen, ich habe wenig¬ 
stens nur in Treadwell Quant. Analyse, 5, Aufl., S. 129, folgende 
Bemerkung gefunden: 
^ ergeben 50 ccm einer Mercurichloridlösung 
mit 0,5235 g, Salz nach dem Versetzen mit 10 ccm Salpeter¬ 
säure und 5 maligem Verdampfen mit je 50 Ccm konzentrierter 
Chlorwasserstoffsäure* im Wasserbad fast zur Trockene einmal 
0,30 / 2 g Merciirisulfid = 88,50%, ein anderes Mal 0,3695 g 
Mercurisulffd = 82,39% Mercurichlorid, also einen Verlust 
von 11—17 °/o ! » • 
bür den vorliegenden Fall sind diese Angaben aber wenig 
verwertbar, ich stellte daher einige Vorversuche an unter 
Bedingungen, welche den beim Eindampfen des Harns herr¬ 
schenden ähnlich sind. 
Die Versuche wurden folgendermaßen angeordnet: Der 
Ausgangspunkt war eine Lösung, die in 10 ccm 1 mg HgCl2 
enthielt. 10 ccm dieser Lösung wurden mit 90 ccm Wasser 
versetzt, dann auf dem Wasserbad auf 8-10 ccm resp. zur 
1 rockene gedampft, in letzterem Fall wieder 8—10 ccm Wasser 
in die Schale gebrai ht und die Intensität der Reaktion mit 
nut Salzsäure angesäuerter Zinnchlorürlösung unter Erwärmen 
gegenüber der ursprünglichen geprüft. Es ergab sich so: 
1. 10 ccm ganz bis zur Trockene: Reaktion 0.
        

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