Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Critique expérimentale sur la formation du sucre dans le sang ou sur la fonction de la glycémie physiologique
Person:
Bernard, Claude
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit2009/10/
Studien über den Tetanus. 
49:} 
1. Reizungen am unvergifteten, unermiideten Nervniuskel- 
präparate bei erhaltenem Kreislauf. 
Von der gerade bei submaximalen Reizungen besonders schwierigen 
Discussion der Anstiegsform des Tetanus (vgl. die Bemerkungen bei 
Bohr, 1882, S. 2(38 ff.) sehe ich hier aus den schon in der ersten 
Abhandlung dieser Reihe mitgetheilten Gründen wiederum ab. Statt 
des Grenz wert lies, welchem der Tetanus zustrebt, wird daher 
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im Folgenden immer nur die wirklich erreichte Höhe desselben 
berücksichtigt. 
Beim Kaninchen folgt bei kurzen, submaximalen und maximalen 
Reizungen am unvergifteten frischen Nervmuskelpräparate auch noch 
bei hohen Reizfrequenzen (jedenfalls bis zu 260 Reizen in der Secunde) 
auf den ersten steilen Anstieg eine allmähliches, während der ganzen 
Dauer der Reizung anhaltendes Weiteransteigen des Tetanus. Dieser 
zweite Anstieg ist um so deutlicher ausgesprochen, je stärker die 
Reizung ist. Bei ganz schwachen (Schwellen-) Reizen bleibt der 
Tetanus während der ganzen Dauer der Reizung fast gleich hoch, ja, 
es kann sogar zu Beginn der Reizung eine vorübergehende, etwas 
höhere Erhebung, eine Anfangszacke, angedeutet sein. Die Höhe 
der Tetanuscurve nimmt bekanntlich mit zunehmender Reizstärke zu, 
bis zu einem auch bei weiterer Verstärkung der Reizung gleich¬ 
bleibenden Maximum. 
Die Höhe dieses Maximums ist innerhalb der von mir unter¬ 
suchten Reizfrequenzen, soweit sie vollkommene Tetani ergeben, also 
von etwa 60 bis zu 260 Reizen in der Secunde, kaum merklich ver¬ 
schieden. Copirt man die in Intervallen von einigen Minuten auf¬ 
genommenen Tetanuscurven verschiedener Reizstärken so über einander, 
dass die Anfangspunkte zusammenfallen, so erhält man einen un¬ 
mittelbaren Vergleich, von dem Fig. 3 a auf S. 499 ein für alle eben¬ 
genannten Reizfrequenzen genügendes Beispiel gibt. 
Beim Frosch findet man (sicher wenigstens bei schon längere Zeit in 
der Gefangenschaft lebenden Thieren) je nach der verwendeten Reiz¬ 
frequenz ein verschiedenes Verhalten des Tetanus bei Variation der Reiz¬ 
stärke. Bei niedrigen Reizfrequenzen (bis etwa zu 60 Reizen in 
der Secunde) entspricht der Verlauf des Tetanus bei schwachen und 
starken Reizen im Ganzen dem beim Kaninchen eben angegebenen, 
der wohl auch von allen Seiten als der normale angesehen wird. 
An den über einander copirten Curven (vgl. Fig. 1 a) sieht man, dass
        

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