Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Fermentstudien: I. Bestimmung von Fermentwirkungen mit Hilfe des Interferometers. I. Mitteilung: Die Anwendung der "interferometrischen Methode" zum Studium der Abwehrfermente
Person:
Hirsch, Paul
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit20052/8/
Fermentstudien. 417 
Nachstehende Tabelle gibt die Resultate au: 
Temperatur des Temperierbades 1H,7°. - 
20 mm-Kammer 5 mm-Kammer 
0,5 °/o 1303 .32« 
0,05°» 122 32. 
0,005'“/ü 12 . * 3 
Die Zahlen bedeuten die Anzahl der Trommelteile, die 
durch das wegen der Verschiebung der Interferenzliguren be¬ 
dingte Drehen der Kompensatorschraube als Ausschlag ab¬ 
gelesen wurden (Trommelteile-Differenz). 
Ordnet man die Zahlen graphisch in einem Koordinaten¬ 
system an, so verläuft die Kurve, abgesehen von einem kleinen 
Meßfehler von drei Trommelteilen, sowohl für die 20 mm- als 
für die 5 mm-Kammer in einer geraden Linie. Man kann diese 
Kurve gewissermaßen als Eichkurve ’benützen, da sie uns .für 
jede Anzahl von Trommelteilen die dazu gehörige Peptonkonzen¬ 
tration, mithin also auch bei Einwirkung von Serum von Schwan¬ 
geren auf Placenta die durch die Tätigkeit der Abwehrfermente 
gebildete Menge von Peptonen angibt. 
Man kann die Genauigkeit der Methode auch noch in 
anderer Weise darstellen. 
Es lassen sich bei Benutzung der 20 mm-Kammer Kon¬ 
zentrationsänderungen von 0,001 Vo, ’bef Benutzung «1er ö mm- 
Kammer von 0,005 °/o feststellen. Der Inhalt der 20 mm- 
Kammer beträgt 2 ccm, es lassen sich also 0,00002 g =0,02 
mg Pepton feststellen. Da der Inhalt der 5 mm-Kammer 0.5 
ccm beträgt, lassen sich also bei ihrer Benutzung 0,0001 g 
= 0,1 mg Pepton feststellen. 
Zusammenfassung. 
Es wird eine Methode zur quantitativen Verfolgung der 
Abwehrfermente beschrieben, die darauf beruht, daß mit Hilfe 
des Löwe-Zeisssehen Interferometers die Konzenlrations- 
änderungen bestimmt werden, die durch die Auflösung der 
durch Einwirkung der Abwehrfermente' auf die Organsubstrate 
gebildeten Peptone in dem zu untersuchenden Serum bedingt 
sind. Die «interferometrische Methode* ist besonders dadurch 
»
        

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