Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die chemische Zusammensetzung und Bildung der Enzyme. XI. Mitteilung
Person:
Euler, Hans K. G. Dernby
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit20010/16/
Über die chemische Zusammensetzung und Bildung der Enzyme. XI 423 
Die im zweiten Teil der vorliegenden Mitteilung be¬ 
schriebene Beschleunigung der enzymatischen Proteolyse haben 
wir bei der Darstellung unserer Ergebnisse als eine Enzym¬ 
bildung aufgefaßt. Wir wollen indessen nicht unterlassen, 
darauf hinzuweisen, daß dies nicht die einzig mögliche Deu¬ 
tung unserer Resultate ist. Vielmehr wäre es auch noch denk¬ 
bar, daß unter dem Einfluß der Vorbehandlung Eiweißkörper 
entstehen, welche leichter als die älteren, bereits in der Hefe 
vorhandenen, gespalten werden und dadurch die größere Ge¬ 
schwindigkeit der Bildung freier Aminogruppen und löslichen 
Stickstoffs überhaupt veranlassen. Darüber müssen weitere 
Versuche entscheiden. 
Schließlich wollen wir auch hier Frl; stud. phil. E. Vougt 
für die Ausführung der Gärungsversuche unseren Dank aus¬ 
sprechen. 
Nachtrag: Aminostoffwechsel während der 
Vorbehandlung mit NaF. 
Diese Versuche beziehen sich auf die Autoproteolyse 
der Hefe, d. h. auf den normalen Stoffwechsel, imd es kam uns 
darauf an, festzustellen, ob und wie viel Aminosäuren bei der 
Vorbehandlung mit NH4-haltiger Nährlösung aus der Hefe austritt. 
In 1-Liter-Kolben wurden genau 500 ccm Nährlösung!) 
teils mit, teils ohne 0,005°/o NaF abgemessen. In jeden wurden 
nach Sterilisation genau 5 g lebende Hefe eingewogen, deren 
Trockensubstanz und Stickstoffgehalt bestimmt wurde. Nach 
gewissen Zeiten wurde der Kolbeninhalt filtriert, die Hefe auf 
Ton getrocknet und wieder in bezug auf Trockensubstanz und 
Stickstoffgehalt untersucht. 
200 ccm des Filtrates wurden in einen Meßkolben von 
300 ccm übergeführt. Es wurden nun 10 g festes BaCls, 1 ccm ' 
Phenolphtalein und Baryt bis zur deutlichen Rotfärbung zuge- 
setzt, wobei Baryumphosphat und Baryumsulfat ausfielen. Hie¬ 
rauf wurde mit destilliertem Wasser auf 300 ccm verdünnt ; 
die Lösung blieb einige Stunden stehen, und in 75 ccm (entr 
‘) In 1 Liter Lösung: 0,25 g &g lyCPO*, 2 g (NH4),S0, 
und 20 g Rohrzucker.
        

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