Bauhaus-Universität Weimar

Über die Atmung der künstlich durchbluteten Hundeleber. 333 
blutung phlorizin vergifteter und auch pankreasdiabetischer 
Hunde gemachte und seitdem immer wieder im hiesigen In¬ 
stitute bestätigte Tatsache, daß das bei der Durchströmung 
die Leber verlassende Blut auffallend venös war. Embden 
und Lattes haben schon seinerzeit eine Steigerung des oxy¬ 
dativen Stoffwechsels in diesen Lebern vermutet. 
Versuchsanordnung. 
Sie war die gleiche wie bei der vorangehenden Mitteilung; 
nur wurde in den beiden ersten Versuchen statt mit Rinder- 
blutkörpern mit Hundeblutkörpern in Suspension durchströmt. 
Die Phlorizinisierung der hungernden Hunde geschah 
nach der Goolenschen Methode1) mit Phlorizinöl. 
Da in den meisten der vorliegenden Versuche nach halb* 
ständiger Durchblutung zu anderen Zwecken Zusätze zur Durch- 
strömungsflüssigkeit erfolgten, verfüge ich nur über wenige 
Werte nach 3 /*- oder ganzstündlicher Durchblutung, die sich 
allerdings im Rahmen der anderen Werte halten. 
Da die Phlorizinfettlebern erheblich größer waren, als die 
Lebern der vorhergehenden üntersuchungsreihe, und die Steige¬ 
rung der Strömungsgeschwindigkeit ihre praktischen Grenzen hat, 
konnte nicht immer die Relation: 1 g Lebergewicht zu 2 ccm 
Durchströmungsblut pro 1 Minute aufrecht erhalten werden; 
die Sauerstoffversorgung war also in manchen Fällen nicht 
ganz ausreichend; gelegentlich konnte in der das venöse Blut 
enthaltenden Glasbirne bei der Gasanalyse keiöer Volum¬ 
zunahme ätn Schlüsse des Versuchs trotz gleicher Temperatur 
des Wasserbades festgestellt werden. Es sind also in manchen 
Versuchen die erhaltenen Werte nur als Minimalzahlen zu be¬ 
trachten. , : . 
Die Versuche 8 und 9 weichen von den früheren in¬ 
sofern ab, als das Blut auf einer besonders rasch laufenden 
Zentrifuge geschleudert wurde, was eine stärkere Zusammen¬ 
ballung der Blutkörperchen und gründlichere Auswaschung 
zur Folge hatte. V 
‘) Vgl. Lusk in Asher-Spiros Ergebnissen', Bd. 18, 1912.
        

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