Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über parenterale Ernährung durch intravenöse Injektion
Person:
Henriques, V. A. C. Andersen
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19958/1/
Über parenterale Ernährung durch intravenöse Injektion. 
Von 
V. Henriques und A. C. Andersen. 
Mit einer Abbildung im Text. 
(Aus dem physiologischen Institut der Universität Kopenhagen).) 
(tyer Redaktion zugegangen am 30. Oktober 1013.) 
Die Frage vom Schicksal der Proteine im Organismus ist 
trotz der zahlreichen Untersuchungen der späteren Jahre als 
bei weitem noch nicht gelöst zu betrachten. Daß der Organis¬ 
mus bei Ernährung mit vollständig abgebauten Proteinen in 
N-Gleichgewicht kommen, ja daß sich dabei sogar N im Körper 
ablagern kann, muß als sicher bewiesen betrachtet werden; 
damit ist aber natürlich nicht dargetan, wie weit die Spaltung 
bei normaler Ernährung geht. Wir wissen tatsächlich nicht, 
ob die Darmwand unter gewöhnlichen Verhältnissen Albumosen 
und Peptone in größeren Mengen aufsaugt, oder ob diese Stoffe, 
um aufgenommen zu werden, erst abgebaut werden müssen. 
Auch unsere Kenntnisse des Schicksals der absorbierten 
Spaltungsprodukte sind sehr mangelhaft. Werden die absor¬ 
bierten Stoffe bereits in der Darmwand zu Proteinen des 
Blutes aufgebaut, oder findet diese Synthese in anderen Organen 
statt, oder findet sie in einem Organismus, der kein Protein 
ablagert, überhaupt in größerem Maße statt? 
Solange man nicht imstande war, die Abbauprodukte der 
Proteine im Blut nachzuweisen, war man zunächst geneigt, die 
Synthese der Proteine in die Darmwand zu verlegen; nachdem 
es aber gelungen ist,1) Aminosäuren im Blute nachzuweisen, 
namentlich nach Aufnahme größerer Mengen Protein, ist man 
*) Folin and Denis, Journ. of biolog. Chemistry, Bd. 11. — D. 
van Slyke and G. Meyer, Journ. of biolog. Chemistry, Bd. 12.
        

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