Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Weitere Untersuchungen über Komplexbildung in Lösungen von Harnsäure und harnsauren Salzen (Erwiderung auf die Bemerkungen von Ringer zu meinen Arbeiten über die Quadriurate)
Person:
Kohler, Rudolf
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19949/8/
206 
Rudolf Kohler, 
zu 0,242 g pro Liter 
* 0,241 » » *• 
> 0,245 * » » 
» 0,240 » » » 
also im Mittel 0,242 g Harnsäure pro Liter : 
das Urat zu 3,83 g pro Liter 
» 3,89 » » » 
» 3,79 » » > 
also im Mittel 3,84 g Urat pro Liter. 
Die Dissoziationskonstante und der Dissoziationsgrad der 
Harnsäure bei 18° und bei 37° sind von His und Paul1) und 
von Gudzent2) bestimmt worden. 
Dissoziationskonstante 
Dissoziationsgrad 
Bei iS0 1 
• i 
0,000151 
0,095 
> 37* | 
0,000233 
0.075 
Man sieht daraus, daß, obwohl die Konstante mit steigen¬ 
der Temperatur einen höheren Wert annimmt, doch der disso¬ 
ziierte Anteil in der Lösung ein relativ geringerer wird. Bei 70° 
wird der Dissoziationsgrad also jedenfalls kleiner als 0,075 sein. 
Für die Löslichkeit der Harnsäure in einer Uratlösung 
bei 70° werden wir also einen Wert erwarten müssen, der 
zwischen dem Löslichkeitswert in reinem Wasser — 0,242 und 
dem Wert bei vollständig zurückgedrängter Dissoziation liegt. 
Der letztere muß größer sein als 0,224. Denn der dissoziierte 
Anteil beträgt weniger als 0,242 X 0,075 = 0,018. 
Fs wurden nun 5 Löslichkeitsversuche von Harnsäure in 
Uratlösung bei 70° ausgeführt in derselben Weise wie früher, 
indem jedesmal der Gehalt der Uratlösung für sich in einer 
Kontrollbestimmung festgestellt und die Differenz im N-Wert 
gegenüber der Lösung von Harnsäure in der Uratlösung auf 
reine Harnsäure umgerechnet wurde. 
Die Uratlösungen hatten einen Gehalt von 3,18—2,39 Salz 
pro Liter. Aus folgender Tabelle ist das Resultat zu ersehen. 
0 Diese Zeitschrift, Bd. 31. 
*) Diese Zeitschrift, Bd. 60, S. 25 ff.
        

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