Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Einwirkung gärender Hefe auf Furfurol, Bildung von Furyltrimethylenglykol. II. Mitteilung
Person:
Lintner, C. J. H. J. von Liebig
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19937/1/
Über die Einwirkung gärender Hefe auf Furforol. 
Bildung von Furyltrimethylenglykol. 
1L Mitteilung. 
Von 
t\ J. Lintner und H. J. v. Liebig. 
(Aus «lern garung-schemischen Laboratorium »1er Kgl. Technischen Hochschule, München.) 
Der Hedaktion zugegangen am 28. September l‘Jl:i.) 
In unserer ersten Mitteilung1) haben wir als Umwand- 
lungsprodukte des Furfurols bei der alkoholischen Gärung zwei 
Verbindungen beschrieben: eine schon bekannte, den Furfur- 
alkohol K. P. 167—170°, und einen noch unbekannten, kry- 
stallisierenden Körper mit dem F. P. 50,5° und dem Siedepunkt 
235°, der neben jenem in geringerer Menge auftritt. Über die 
Natur dieses Körpers konnten wir keine näheren Angaben 
machen. Daß es sich um ein Furfurolderivat handelte, erschien 
nicht zweifelhaft, da er mit konzentrierter Schwefelsäure in 
alkoholischer Lösung eine dem Furfuralkohol ähnliche Farben¬ 
reaktion gab, beim Kochen mit verdünnter Schwefelsäure nach¬ 
weisbare Mengen von Furfurol abspaltete und sich zu Brenz¬ 
schleimsäure oxydieren ließ. 
Die Untersuchung dieses Körpers hat nun zu folgenden 
Ergebnissen geführt. 
Nach der Elementaranalyse enthält der Körper 59,15 °/o G 
und 7,04 °/o H. Die einfachste Formel, die man . ihm auf Grund 
dieser Zusammensetzung erteilen kann, ist C,H10O3 mit einem 
Molekulargewicht 142. 
Die Erkennung der wahren Struktur der Verbindung wurde 
antangs erschwert durch die Ergebnisse der Molekulargewichts¬ 
bestimmung aus der Gefrierpunktserniedrigung der benzolischen 
Lösung, welche regelmäßig den Wert 238 lieferte. 
') niese Zeitschrift. Bd. 72, S. 449 (1911).
        

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