Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Indigobildende Substanzen im Harn ("Harnindikan"). II. Mitteilung: Neue qualitative Proben
Person:
Stanford, R. V.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19933/1/
Indigobildende Substanzen im Harn (). 
II. Mitteilung. 
Neu© qualitative Proben. *) 
Von 
Dr. R. V. Stanford. 
(Research Chemist, Cardiff City Mental Hospital, England.) 
(Der Redaktion zugegangen am 11. September 1913.) 
Von den zahlreichen Proben auf «Indikan», die in den 
letzten fünfzig Jahren veröffentlicht worden sind, lassen sich 
prinzipiell zwei Gruppen unterscheiden. In den meisten Fällen 
werden die indigoliefernden Stoffe durch Behandlung mit einer 
Säure und einem Oxydationsmittel in Indigo übergeführt. Nach 
der anderen Methode werden sie durch Zusatz von Isatin und 
Säure in Indirubin übergeführt. 
Indigomethoden. 
Bei den Methoden der ersten Gruppe sind sehr viele 
verschiedene Oxydationsmittel vorgeschlagen worden, u. a. die 
folgenden: Salpetersäure (Heller, 1845), Luft (Schunck, 1857, 
Maillard,2) 1903), Kaliumpermanganat (Hammarsten, 1870), 
Chlorkalk (Jaffe,3) 1870; Wolowski,4) 1901), Chlorwasser 
(Rosenstirn, 1872), Bromwasser (Michailow, 1887), Eisen¬ 
chlorid (Obermayer,5) 1890), Wasserstoffsuperoxyd (Lou- 
biou,«) 1897), Carosche Säure (Amann,7) 1897), Kalium- 
perchlorat (Stryzowski,8) 1901), Persulfate (Rossi,9) 1907), 
‘) I. Mitteilung, Diese Zeitschrift, Bd. 87, S. 188 (1913). 
*) Maillard, L’indoxyle urinaire et les couleurs qui en dérivent, 
Paris, Schleicher, 1903, S. XI und 114. 
3) Jaffe, Pflügers Arch., Bd. 3, S. 448 (1870). 
4) Wolowski, D. med. Wochenschr., 1901, Nr. 2. 
6) Obermayer, Wiener klin. Wochenschr., 1890, S. 176. 
Vgl. Baumann, Berichte, Bd. 12, S. 1098 (1879). 
•) Loubiou, Chem. Zentralbl., 1897, Bd. 1, S. 620. 
7) Amann, Chem. Zentralbl., 1898, Bd. 1, S. 152. 
8) Stryzowski, Chem. Zentralbl., 1901, Bd. 2, S. 1181. 
*) Rossi, Chem. Zentralbl., 1907, Bd. I, S. 1079.
        

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