Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Kenntnis des Hämatins: Über die Methylierung des Hämins und die Anlagerung von Brom an Dimethyl(chlor)hämin und Dimethyl(brom)hämin. 5. Mitteilung über methylierte Derivate des Hämins nach Versuchen von A. Greiner
Person:
Küster, William
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19858/6/
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William Küster, 
auf das Hämindibromid die Hämatoporphyrin bildende Wirkung 
des Eisessig-Bromwasserstoffs übertragen wird. Entsteht hierbei 
ein Hämatoporphyrin, wie es nach einem Reagenzglasversuch 
den Anschein hat, so wäre erwiesen, daß Brom und Bromwasser¬ 
stoff sich an verschiedenen Stellen des Häminmoleküls addieren 
und zugleich wäre in der Aufklärung der Konstitution des 
Hämins ein wesentlicher Fortschritt zu verzeichnen. 
Die in der vorliegenden Arbeit beschriebenen Körper 
lassen es nötig erscheinen, eine übersichtlichere Nomenklatur 
einzuführen. Die bisher gebrauchte Bezeichnung «Dehydro- 
chloridhämin» für das der Elemente des Chlorwasserstoffs 
beraubte Hämin erweist sich z. B. als wenig angebracht, wenn 
das Produkt aus dem an Stelle von Chlor Brom enthalten¬ 
den, als (Brom)Hämin bezeichneten, durch Abspaltung von 
Bromwasserstoff gewonnen worden ist. 
Wie schon in der vorangehenden Mitteilung*) schlage ich 
daher vor, den sauerstofffreien Komplex C32H34N4 als Hämaterin, 
die zwei Carboxyle mehr enthaltende Muttersubstanz des Hämins 
C34H340 tN4 als Hämaterindicarbonsäure zu bezeichnen. Dann wird : 
Hämin = das komplexe Chlorferrisalz 
(Brom)Hämin — das komplexe Bromferrisalz der Hämaterindicarbon- 
Hämatin = das komplexe Oxyferrisalz säure. 
Dehydrochloridhämin = das komplexe Ferrisalz 
Experimenteller Teil. 
A. Die Methylierung von Hämatin, Dehydrochlorid¬ 
hämin und Hämin in alkalischer Lösung durch Dime- 
thylsulfat. 
aj 0 g Hämatin wurden in einer Literflasche durch 
H00 ccm l,33°/oige Kalilauge (etwa 14 Molekeln KOH auf 
1 Molekül Ht) zur Lösung gebracht, 8 g Dimethylsulfat (nicht 
ganz 14 Molekeln) hinzugegeben und das Gemisch eine Stunde 
bei Zimmertemperatur geschüttelt. Dann wurde mit einem 
kleinen Überschuß von Dimethylsulfat versetzt und das Schütteln 
fortgesetzt, bis der Farbstoff vollständig ausgefallen war, worauf 
der Niederschlag filtriert, mit verdünntem Methylalkohol und 
*) Diese Zeitschrift, Bd. 86, S. 55; hier ist das Wort «zweibasische» 
Zeile 4 v. u. zu streichen.
        

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