Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Kenntnis des Hämatins: Über die Methylierung des Hämins und die Anlagerung von Brom an Dimethyl(chlor)hämin und Dimethyl(brom)hämin. 5. Mitteilung über methylierte Derivate des Hämins nach Versuchen von A. Greiner
Person:
Küster, William
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19858/19/
Beiträge zur Kenntnis des Hämatins. 
203 
II. 0,1.002 g Subst. (imVak.getr.) : 0,3636 » CO,,'0,074« g H,0 u. 0,0184 g Fe„0, 
0.1129» » { » » » ): 0,0045 » AgCl (Carius) 
Berechnet für C36H3504N4Fe: 67,8 o/o C 5,44° o H 0,0/ o CI 8,7 °/o Fe 
1 » 036H37O:.N4Fe : 65,35 5,59 0,0 8,47 
Gefunden: 1. «5,39 5,69 0,28 8,29 
II. 66,02 5,5 0,98 .. 8,57 
Gegenüber Methylalkohol zeigten beide Körper das cha¬ 
rakteristische Verhalten des Dehydrochloridhämins : sie lösten 
sich verhältnismäßig leicht auf, sobald der Suspension ein paar 
Tropfen verdünnter Schwefelsäure zugefügt worden waren. 
Dies wurde benutzt, um auch hier die Anlagerung von Brom- 
wasserstofT vorzunehmen. 
Je 1 g des in Äther löslichen (1) und des in Äther un¬ 
löslichen Produkts (II) wurden mit Hilfe von 50 ccm Methyl¬ 
alkohol und 20 Tropfen verdünnter Schwefelsäure unter Er¬ 
wärmen gelöst, die warme Lösung filtriert und die zum Sieden 
erhitzten Filtrate durch 20 ccm 25°/oiger Bromwasserstoflsäure 
gefällt. Nach 24 Stunden wurde der Niederschlag filtriert, zu¬ 
erst mit verdünntem Methylalkohol, schließlich mit Wasser bis 
zum Verschwinden der S04- und Br-Reaktionen gewaschen, im 
Vakuum und bei 100 getrocknet. Unter dem Mikroskop be¬ 
trachtet erschienen beide «Hämine» als aus wohl ausgebildeten 
Krystallen bestehend, die sich jedoch von einander wesentlich 
unterschieden. Die aus I erhaltenen stellten meist Nadeln vor, 
die einzeln oder in büschelförmiger Anordnung auftraten, da¬ 
neben erschienen einzelne wetzsteinförmige Gebilde und lang¬ 
gestreckte Prismen mit vollkommen ausgebildeten pyramidalen 
Endflächen. Die aus II erhaltenen stellten Prismen vor, die 
fast sämtlich zu schwalbenschwanzförmigen Zwillingskrystallen 
vereinigt waren. Beide Körper waren gegen kalte wässerige 
Sodalösung und Natronlauge beständig, von der Sodalösung 
wurden sie auch bei zweistündigem Erhitzen auf dem Wasser¬ 
bade nicht verändert, von heißer Natronlauge dagegen bald 
gelöst. Sie waren löslich in Chloroform, Aceton und Benzol, 
ließen sich auch aus Essigsäure umkrystallisieren und er¬ 
schienen dabei in den erwähnten Formen. Die Analyse ergab 
namentlich bei II einen etwas zu niedrigen Wert für Brom, was 
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