Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die nach den Methoden der Lecithindarstellung aus Pflanzensamen erhältlichen Verbindungen. III. Mitteilung: Hafersamen
Person:
Trier, Georg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19855/1/
Über die nach den Methoden der Lecithindarstetlung 
aus Pflanzeneamen erhältlichen Verbindungen. 
III. Mitteilung. 
Hafersamen. 
Von 
Georg Trier. 
(Aus dem agrikultur-chemischen Laboratorium der Eidgenössischen Technischen 
Hochschule in Zürich.) 
(Der Redaktion zugegangen am 10. Juni 1913.) 
Aus 20 kg Hafermehl erhielten E. Schulze und U. Pfen- 
ninger1) ca. 200 g Phosphatid, das durch Extraktion des 
nicht entfetteten Mehles mit 95 °/oigem Alkohol und Reinigung 
nach dem Verfahren von E. Schulze2) gewonnen worden war. 
Das Phosphatid selbst ist nicht analysiert worden, doch läßt 
sich auf Grund der angegebenen Ausbeute und einiger Be¬ 
stimmungen, die ich im Filtrat von der Phosphorwolframsäure¬ 
fällung des Hydrolysats ausführte, ein Bild von seiner Zusam¬ 
mensetzung machen. Bei der Spaltung mit verdünnter Schwefel¬ 
säure wurde in der Phosphorwolframsäurefallung neben Cholin 
eine kleine Menge Betain (Glykokollbetain) erhalten.1) 
Zur Prüfung auf etwa vorhandene Kohlenhydrate übergab 
mir Herr Prof. E. Schulze das Filtrat von dieser Phosphor* * 
wolframfällung. Das Filtrat wurde auf 2 1 gebracht. 
50 ccm enthielten noch 0,00605 g N 
100 » » » 0,01152 » » 
Das Filtrat enthielt also noch 0,246 N, das ist etwa 
0,12°/o des ursprünglichen Phosphatids. Ein Teil dieser Lösung 
‘) E Schulze und U.. Pfenninger, Diese Zeitschrift, Bd. 71, 
S. 174 (1911). 
*) E. Schulze. Diese Zeitschrift, Bd. 55, S. 338 (1908).
        

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