Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Chemische Untersuchungen von verkalkten Aorten. II. Mitteilung
Person:
Ameseder, Ph. Mg. F.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19786/2/
Chemische Untersuchungen von verkalkten Aorten. II. 325 
bei mehrmaligem Filtrieren durch dichtes Filtrierpapier nicht 
völlig zu entfernen war, wurden die ätherischen Filtrate ver¬ 
dunstet; durch neuerliches Aufnehmen mit Äther ließ sich jetzt 
ein klares Filtrat erzielen. 
Der Ätherrückstand wurde als Fett in Rechnung gestellt; 
die Untersuchung von Proben desselben ergab, daß anorga¬ 
nische Substanzen darin nicht enthalten waren und auch, daß 
organisch gebundener Schwefel fehlte. 
Die gewogenen Ätherrückstände wurden nach Kumagawa 
Suto verseift. Der in der üblichen Weise mit Petroläther 
extrahierte unverseifbare Anteil wurde nach Vertreibung des 
Petroläthers nochmals verseift und diese Verseifung noch ein 
drittes Mal wiederholt. Bei dieser 2. und 3. Verseifung wurden 
noch ca. 9°/o vom Ätherrückstand an freien Fettsäuren ge¬ 
wonnen. 
Die Gesamtmenge der Fettsäuren betrug ca. 30°/o des 
Ätherrückstandes. 
Aus dem in Äther unlöslichem Rückstände wurde die an 
Kationen gebundene Kohlensäure durch 15°/oige Essigsäure in 
der Wärme freigemacht, an Natronkalk gebunden und gewogen. 
Zwischen dem Kolben, in welchem die Kohlensäure sich ent¬ 
wickelte, und den Absorptionsapparaten für Wasserdampf und 
Kohlensäure befand sich ein langer Liebigscher Kühler. Durch 
Vorversuche konnte ein etwaiger Fehler durch übergegangene 
Essigsäure *) ausgeschlossen werden. Da übrigens die erhaltenen 
absoluten Werte für Kohlensäure gering waren und die Gegen¬ 
wart von Carbonaten schon früher erwiesen worden war, wäre 
selbst ein kleiner Fehler hier nicht von entscheidender Be¬ 
deutung. 
1 Essigsäure wurde zur Aufschließung gewählt, weil bei 
der folgenden Bestimmung des Elastins in demselben Materiale 
eine selbst durch verdünnte Salzsäure in der Wärme wahr¬ 
scheinlich eintretende Veränderung desselben nicht gleichgültig 
sein konnte. Der nach der Entfernung der Kohlensäure ver¬ 
bliebene Rückstand wurde mit Wasser und dann in der Kälte 
‘) Vgl. Landolt-Hörnstein-Meyerhoffer, Tabellen, S. 170, über 
die Totaltension 18,2°/oiger Essigsäure bei 1H,65® und bei 49,85°.
        

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