Bauhaus-Universität Weimar

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W. Suida, 
Flüssigkeit beschäftigt. Als Ergebnis dieser Arbeiten ist die 
leichte Bildung von dem Dianilidonchinon analogen Substanzen 
neben komplizierteren Körpern festgestellt worden. 
Ich habe mich nun davon überzeugt, daß nicht nur sämt¬ 
liche mir zur Verfügung stehenden a-Aminosäuren,' nämlich 
Glykokoll, Alanin, Leucin, Phenylalanin, Tyrosin, Tryptophan, 
Histidin und Arginin, Asparaginsäure und Glutaminsäure mit 
wässerigen Chinonlösungen, langsam schon in der Kälte, rasch 
beim Erwärmen intensiv rotbraun bis gelbbraun gefärbte Lösungen 
geben bezw. schwer- oder unlösliche gefärbte Körper ergeben, 
sondern daß diese Reaktion sich auch auf alle im wesentlichen 
durch Wasserabspaltung aus Aminosäuren entstandenen Sub¬ 
stanzen, wie Glycylglycin, Glycinanhydrid, Pepton, Albumosen, 
Eiweißkörper überhaupt ohne weiteres übertragen läßt. Ander¬ 
seits ist diese Reaktion nicht auf das Chinon beschränkt, denn 
auch Chinhydron, Ghinonchlorimid, Chinonmonoxim (Nitroso- 
phenol), Toluchinon, «»-a^Naphthochinon, Nitrosonaphthole, Di- 
nitrosoresorcin, geben mit den Aminosäuren oder Eiweißkörpern 
in wässeriger Flüssigkeit intensive, meist braune Färbungen. Allen 
diesen Färbungen liegt also die Bildung von den Anilidochinonen 
analogen Körpern zugrunde, es sind rein chemische Färbungen. 
Nach diesen Befunden und ihrer rein wissenschaftlichen 
Begründung kann es wohl kaum einem Zweifel unterliegen, daß 
die Färbungen des Gloriastoffes durch Chinone ebenfalls auf 
der Bildung von dem Anilidochinon ähnlichen Körpern, aus der 
animalischen Faser und dem Chinon entstanden, beruhen. 
Es schien mir nun von Interesse, diese Färbung von Wolle 
in Gegenwart von Säuren vorzunehmen. Ich wählte einerseits 
Essigsäure, anderseits Schwefelsäure zu diesen Versuchen. Es 
ergab sich, daß in beiden Fällen die Färbung entstand, nur mit 
dem Unterschiede, daß die in Gegenwart von Schwefelsäure 
erzeugten Färbungen viel heller ausfielen, als jene mit Essigsäure. 
Je 5 g Wolle oder Seide wurden mit 200 ccm destilliertem 
Wasser und 0,5 ccm einer 50°/oigen Essigsäure oder 2 ccm 
10°/'oiger Schwefelsäure und 0,1 g des Chinons 1 Stunde lang 
auf 08—100° C. erhitzt. Die Flotten blieben sauer und waren 
vollständig entfärbt. Die intensiv gefärbten Fasern wurden
        

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