Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Einfluß von Cholesterin auf die Hämolyse
Person:
Jahnson-Blohm, G.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19739/1/
Über den EinfluO von Choleeterin auf die Hämolyse 
Von 
6. Jahnaon-Blohm. 
(Aus dem medizinisch-chemischen Institut der Universität Upsala.) 
(Der Redaktion zugegangen am 15. März 1913.) 
Ransom1 *) wies 1901 nach, daß das Cholesterin im 
Serum auf die Saponinhämolyse hemmend einwirkt. Er sprach 
auch bei derselben Gelegenheit die Ansicht aus, daß die Wirkung 
des Saponins dadurch zustande kommt, daß es einen wesent¬ 
lichen Bestandteil der Erythrocyten, nämlich das Cholesterin, 
angreift. Inzwischen hat man beobachtet, daß das Saponin 
nicht nur das Cholesterin, sondern auch eine andere Lipoid¬ 
substanz der Erythrocyten, nämlich das Lecithin, angreift. 
Dieses geht aus Versuchen von Pascucci*) hervor. Er fand 
auch, daß eine künstliche Lecithin-Cholesterinmembran sich 
widerstandskräftiger gegen das Saponin zeigte, je mehr sie 
Cholesterin im Verhältnis zu Lecithin enthielt. Infolgedessen 
war es anzunehmen, daß das Cholesterin in den Erythrocyten 
einen Schutz für dieselben ausmachen dürfte. Zu dieser Sache 
machte K. Meyer3) Versuche, aus welchen hervorgeht, daß 
Erythrocyten von verschiedenenTierarten verschiedene Resistenz 
gegen das Saponin zeigen, und daß die Erythrocyten, die die 
größte Quote Cholesterin : Lecithin enthalten, auch die wider¬ 
standskräftigsten sind. Zu wesentlich ähnlichen Ergebnissen 
sind auch andere Forscher gekommen, z. B. Rvwosch,4) 
Schwanzenbach, Port.5) Aus den Untersuchungen, die 
*) Deutsche med. Wochenschr., 1901, Nr. 13. 
*) Hofmeisters Beiträge, Bd. VI, 1905, S. 55*2. 
5) Ibid,, Bd. XI, 1908. 
4) Pflügers Archiv, Bd. 116, 1907, S. 229. 
5) Deutsch. Arch. f. klin. Med., Bd. 99. 1910. S. 259.
        

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