Bauhaus-Universität Weimar

Die HarnetofTbestimmung im Ham mit Natriumhypobromit. 
Von 
Marie Krogh, cand. mod. et chir. 
Mit einer Abbildung im Text. 
(Aii^ dem zoophysiologischen Laboratorium der Universität Kopenhagen.» 
(Der Redaktion z.ugegangen am 28. März lî*13.> 
Die Zersetzung des Harnstoffes durch Bromlauge und 
die Messung der frei gewordenen Stickstoffmenge ist zuerst 
von Knop1) zur quantitativen Harnstotfbestimmung im Harn 
benutzt worden. Die Methode wurde bald darauf von Hüfner2) 
modifiziert und’ von ihm und seinen Schülern weiter ausge¬ 
arbeitet. Man land, daß sowohl Harnstoff als auch Ammoniak 
bei Behandlung mit Bromnatron Stickstoff entwickelten, fand 
aber zugleich auch, daß die entwickelte Stickstoffmenge nicht 
ganz der berechneten entsprach, sondern nur ungefähr 95,4% 
derselben betrug. Hüfner3) führte deswegen eine entsprechende 
Korrektion ein. 
Später sind viele verschiedene Apparate angewendet 
worden, und die Methode wurde mehrmals geändert^ so von 
Vvon, Esbach, Henri Moreigne4)'u. a. 
Lange betrachtete man die Bromnatronmethode als ebenso 
genau wie andere Methoden zur Harnstoffbestimmung im Harn, 
und sie besaß den Vorteil, daß sie sehr leicht und schnell 
auszuführen war. Aber allmählich sind immer mehr Bedenken 
in bezug aut die Brauchbarkeit der Methode aufgetaucht, na- 
inentlich nachdem Mörner5) sie eingehender zum Gegenständ 
*) berichte der Kgl. Sachs. Gesetlsch. d. Wissensch., 1870. S. 11 
'*) Journ. f. pr. Chem., Bd. 3, 1871. S. 1. 
s) Diese Zeitschrift, Bd. 1. S. 350. 
4) Ober Apparate siehe Moreigne. Those p le Doct. en Med . 
1895, S. 135 u. a. 
5) Skand. Archiv f. Physiol.. Bd. M, S. 321. 
Iloppe-Seyler’8 Zeitschrift i. physiol. Chemie. LXXXIV 27
        

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