Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntnis der Porphyrinbildung. II. Mitteilung: Über Porphyrinogen und seine Beziehungen zum Blutfarbstoff und dessen Derivaten
Person:
Fischer, H. E. Bartholomäus H. Röse
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19716/13/
274 H. Fischer, E. Bartholomäus und H. Eöse, 
Alkohol, ln der Lösung, sowie in dem Schaum befand sich ein 
beträchtlicher Teil des leuchtend roten Mesoporphyrinnatrium¬ 
salzes, das sich durch seine Schwerlöslichkeit der Reaktion entzieht. 
Nach etwa 3 Stunden wurde abgesaugt und das Filtrat mit Eis¬ 
essig angesäuert, wobei eine erhebliche Abscheidung (ca. 1,5 g) 
(wahrscheinlich Mesoporphyrin) eintrat. Die angesäuerte Flüssig¬ 
keit wurde mit Chloroform ausgeschüttelt, der Extrakt in Petrol¬ 
äther gegossen, von den sich ausscheidenden amorphen Flocken 
filtriert und das Filtrat im Vakuum eingedampft. Ausbeute 0,25 g. 
Aus Methylalkohol umkrystallisiert sinterte das Präparat bei 192°. 
Zur Analyse im Vakuum bei 60° über P205 getrocknet. 
0,1070 g Substanz gaben 0,2790 g C08 0,0776 g H*0. 
C 71,11 H 8,15. 
Totale Reduktion mit Eisessig-Jodwasserstoff. 
1,4 g Porphyrinogen wurden mit 28 ccm Eisessig übergossen; 
auf Zusatz von 14 ccm Jodwasserstoff (spez. Gew. 1,96) trat 
Lösung ein. Das Gemisch wurde nun 2 Stunden lang im sie¬ 
denden Wasserbade erhitzt; nachdem Jodphosphonium bis zur 
Entfärbung zugesetzt war, wurden die Säuren im Vakuum 
abdestilliert. Der Rückstand löste sich glatt in Wasser, er 
wurde sodaalkalisch dreimal ausgeäthert. 
Der ätherische Auszug (ca. 30 ccm) wurde mit 1 g fester 
Pikrinsäure versetzt. Sofort trat Pikratbildung ein, die durch 
Stehen in Eiswasser vervollständigt wurde. Das entstandene 
Pikrat wurde nach einigen Stunden abgesaugt, ausgewaschen 
und aus 15 ccm heißem Alkohol umkrystallisiert. Ausbeute: 0,4 g. 
Die Substanz zeigte starke Aldehydreaktion und schmolz unter 
vorherigem Sintern bei 114—115°, sie zeigte also den Schmelz¬ 
punkt eines Gemisches von Hämo- und Kryptopyrröl. Daß 
das Pikrat eines Dimethyläthyl-pyrrols vorlag, ergab die Stick¬ 
stoffbestimmung. 
0,2080 g Substanz gaben 29,9 ccm Stickstoff bei 17° und 
726 mm. 
GwH1sN40t. Ber. : 15,91 N. Gef.: 15,96 N. 
Die ätherischen und alkoholischen Mutterlaugen wurden 
gemeinsam auf Phyllopyfrol untersucht, doch konnte dieses
        

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