Bauhaus-Universität Weimar

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Hein r. H. Esche r, 
haltiger Substanz stattgefunden, wo eine Zunahme von 34,3, 
34,00, 35,61, 35,28 und 35,08°/o in trockenem Sauerstoff beob¬ 
achtet wurde.l *) Die Analyse ergab dort : 62,97 °/o C, 7,67 °/o H, 
(29,36)°/* 0. 
Jodid. 
Von Carotin ist ein Di- und ein Trijodid *) beschrieben 
worden. Bei der geringen Menge zur Verfügung stehenden 
Ovarienpigmentes wurde der guten Ausbeute wegen die Dar¬ 
stellung des Trijodides gewählt. 0,10 g durch Schwefelkohlen¬ 
stoffalkohol gereinigter Kohlenwasserstoff wurde in 10 ccm 
Schwefelkohlenstoff gelöst und dazu 0,033 g Jod — in Schwefel¬ 
kohlenstoff gelöst — langsam zugetropft. Nach mehrstündigem 
Stehen im Eisschrank wurde der käferviolette, lockere Krystall- 
filz isoliert und gehörig mit Schwefelkohlenstoff gewaschen. 
Das Mikroskop zeigte die für das Carotintrijodid beschriebenen 
breiten Wetzsteinformen neben viel unausgebildeten Krystallen, 
die alle in der Durchsicht hellblaugrau erschienen. Der Schmelz-, 
besser Sinterungspunkt würde bestimmt zu 133,5 —135° 
(unkorr.)8) 
0,0692 g gaben 0,0520 g AgJ (nach Carius). 
Berechnet für C40H5#Js: Gefunden: 
J = 41,50 40,61 
Schlußbemerkungen. 
Was dieser in der Pflanzenwelt so weitverbreitete unge¬ 
sättigte Terpenkohlenwasserstoff Carotin in der als Organ der 
inneren Sekretion so wichtigen Drüse des Corpus luteum zu 
tun hat, darüber dürfen eigentlich noch keine Vermutungen 
geäußert werden. Die Arnaud-Willstättersche Hypothese 
von der Sauerstoffübertragung — Atmung4 *) — des Carotins 
(C40H-6) und des Xanthophvlls (C40H56O2) neben der Assimila¬ 
tionstätigkeit der Chlorophylle hat sicher für die Pflanze hohe 
*) W. und E., Diese Zeitschrift, Bd. 64, S. 57. 
') Ebenda, S. 68. 
■') W. u. E., 1. c. S. 59, fanden für Carotintrijodid F. P. 136—137°. 
4) Compt. rend-, Bd. 109, S. 911, 913 (1889); Ann. d. Chemie, 
Rd. 355, S. 10 (1907).
        

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