Bauhaus-Universität Weimar

Zur Biochemie der Meereealgen. 
V -Von ■ 
Harald Kylln. 
(Aus dem medizinisch-chemischen Institut der Universität Upsala.) 
(Der Redaktion zugegangen am 7. Dezember 1912.) 
Seit einigen Jahren habe ich mich mit biochemischen 
Studien über die Meeresalgen beschäftigt, und da ich gegen¬ 
wärtig meine biochemischen Untersuchungen unterbrechen muß. 
veröffentliche ich hiermit die schon gewonnenen Ergebnisse, 
obgleich die Untersuchung in mehreren Punkten noch nicht 
beendigt worden ist. 
Die Untersuchung ist im medizinisch-chemischen Institut 
der Universität Upsala ausgeführt worden Für die Bereitwillig¬ 
keit, mit der mir immer ein Arbeitsplatz zur Verfügung ge¬ 
stellt worden ist, gestatte ich mir, dem Präfekten dieses Institutes, 
Herrn Professor Dr. S. G. Hedin, meinen ergebensten Dank 
auszusprechen. Herrn Professor Dr. C. Th. Mörner schulde 
ich auch große Dankbarkeit für all die Hilfe, die er mir hat 
zuteil werden lassen, sowie für das Interesse, mit dem er 
meine Untersuchungen stets verfolgt hat. 
1. Fukosan. 
Das Fukosan ist derjenige Stoff, der in den 
Fukosanblasen der Fucoideen enthalten ist und von 
Vanillin-Salzsäure rot gefärbt wird (Kylin, 1912, S. 19). 
Mehrere Reaktionen deuten darauf hin, daß das Fukosan 
ein mit den Gerbstoffen verwandter Stoff ist; es wird aber 
von Eisenchlorid nicht gefällt und ist demnach kein typischer 
Gerbstoff. Eine Fukosanlösung wird von Eisenchlorid dunkel- 
braun gefärbt. 
Unter den Reaktionen, die auf eine Verwandtschaft mit 
den Gerbstoffen deuten, mögen folgende erwähnt werden: 
Hoppe-Seyler s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LXXXIII 
13
        

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