Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Frage der Quadriurate
Person:
Ringer, W. E. J. I. J. M. Schmutzer
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19627/12/
220 w. E. Ringer u. J. I. J.M. Schmutzer, Zur Frage der Quadriurate. 
wenig sich löste, während aus den mit Harnsäure bereiteten 
Lösungen beträchtliche Mengen sich absetzten, ist der bekannten 
langsamen Abscheidung des aus Harnsäure neu in der Lösung 
gebildeten Urats zuzuschreiben. 
Wir glauben aus den mitgeteilten Versuchen schließen zu 
können, daß die Quadriurate Mischkrystalle sind oder feste 
Lösungen und zwar wahrscheinlich Krystalle vom Typus des 
Monometallurats, welches ürat je nach Umständen (Reaktion, 
Konzentration) bei höherer Temperatur eine größere oder kleinere 
Menge Harnsäure gelöst enthalten kann und beim ruhigen Ab¬ 
setzen zunächst festhält. In Gegenwart von Lösungen, besonders 
aber von Wasser, geben sie diese ab, weil bei niederer Tem¬ 
peratur die Krystalle Harnsäure aufzunehmen in einigermaßen 
in Betracht kommender Menge nicht imstande sind. 
Man könnte sich hierbei dann denken, daß in der heißen 
Lösung die Krystallpartikelchen mit ihrem Harnsäuregehalt schon 
vorgebildet sind, sodaß, wenn die Lösung zum Teil abgekühlt 
ist und das Urat sich abzuscheiden anfängt, diese harnsäure- 
haltigen Partikelchen sich zu größeren Krystallteilchen ver¬ 
einigen, welche zur Absetzung kommen. 
Zusammenfassung. 
Es wurde die Hypothese, daß die sogenannten Quadriurate 
wesentlich Mischkrystalle sind, èxperimentell geprüft; dazu 
wurden Reihen von Quadriuraten mit sehr wechselnder Zu¬ 
sammensetzung chemisch und krystallographisch untersucht. 
Es wird der Schluß gezogen, daß zurzeit die Hypothese 
die Tatsache am ungezwungensten erklärt, wenn man annimmt, 
daß die genannten Urate feste Lösungen von Harnsäure in ge¬ 
wöhnlichem Monometallurat sind, welche bei höherer Tempera¬ 
tur entstehen können, bei niederer Temperatur aber nicht stabil 
sind Und ihren überschüssigen Harnsäuregehalt abzugeben be¬ 
strebt sind.
        

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