Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Fortgesetzte Untersuchungen über den Einfluß des physikalischen Zustandes von Proteinen auf die Raschheit ihres Abbau durch Trypsin: Kritische Bemerkungen zur Beurteilung des Grades des Abbaus von Proteinen durch Fermente
Person:
Abderhalden, Emil Chauncey J. Vallette Pettibone
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19615/8/
Über den Abbau von Proteinen. 465 
Nach Zugabe von etwas Chloroform und Toluol wurde dann 
bei 37° verdaut. In allen Fällen wurde zum Schlüsse auf- 
gekocht, filtriert und der Filterrückstand mit gleichen Mengen 
Wasser ausgewaschen. Das Filtrat diente zu den einzelnen 
Bestimmungen. 
In den folgenden Tabellen sind die Stickstoffwerte in 
Gramm auf 100 ccm der filtrierten Lösung angegeben. Bemerkt 
sei noch, daß auch dann, wenn nur die Magensaftwirkung 
studiert wurde, vor dem Aufkochen und der Filtration mit der 
berechneten Menge Natronlauge neutralisiert wurde, um auch 
in dieser Beziehung in allen Fällen gleiche Bedingungen zu 
haben. Wir haben neben dem Stickstoffgehalt den Amino- 
und in manchen Fällen auch den Ammoniakstickstoff bestimmt. 
Bei einigen Versuchen wurde auch das Drehungsvermögen des 
Verdauungsgemisches ermittelt. 
II. Versuche mit Elastin. 
Wir verwendeten je 6 g feuchtes Elastin (entsprechend 
2,12 g trockenem Elastin). Es enthielt 6,4 «/o Stickstoff. Die 
einzelnen Versuche wurden in gleicher Weise dürchgeführt, 
wie diejenigen mit Casein, nur gaben wir an Stelle von 10 ccm 
Magensaft 25 ccm hinzu. 
Aus den folgenden Tabellen geht folgendes hervor. War 
der Verdauung mit Pankreatin eine solche mit Magensaft voraus¬ 
gegangen, dann war meist der Stickstoffgehalt der Lösung, 
und ferner der Aminostickstoffgehalt ein höherer, als wenn 
die Pankreatinwirkung ohne Vorbereitung stattfand, in manchen 
Fällen ist der Stickstoffgehalt zwar nicht vermehrt, wohl aber 
zeigt der Aminostickstoff eine deutliche Zunahme. Auffallen¬ 
derweise war beim Casein der Ammoniakgehalt ein viel er¬ 
heblicherer, wenn die Pankreatinwirkung ohne vorherige Ein¬ 
wirkung von Magensaft stattfand. Beim Elastin sind die 
Schwankungen im Ammoniakgehalt an und für sich zu groß, 
um Schlüsse zuzulassen. Offenbar spielt beim Elastin, die große 
Heterogenität des Materials eine sehr große Rolle. Worauf 
die großen Unterschiede im Ammoniakgehalt des Verdauungs¬ 
gemisches beruhten, je nachdem wir Pankreatin allein oder 
Hoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LXXXI. 31
        

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