Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntnis des Blutfarbstoffs. X. Vorläufige Mitteilung
Person:
Grabowski, J. L. Marchlewski
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19582/3/
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J. Grabowski und L. Marchlewski, 
auf die noch vorhandene geringe Äthermenge zu achten, wurde 
das Ganze mit Alkohol versetzt und filtriert. Auf dem Filtrate 
blieben dunkel pflaumenblaue, kupfrig bezw. rubinrot glitzernde 
Krystalle; dieselben wurden in warmem Chloroform gelöst 
filtriert, die Lösung stark konzentriert mit dem mehrfachen 
Volumen von 96°/oigem Alkohol versetzt und behufs Entfernung 
des Chloroforms ein Cuftstrom durch die Lösung geleitet. Nach 
einiger Zeit schieden sich prächtige Krystalle ab, die voll¬ 
kommen einem entsprechenden Hämopyrrolderivat glichen, so¬ 
weit Löslichkeit, Farbe, spektrale Eigenschaften in Betracht 
kommen, aber schon bei 253° schmolzen, während das aus 
dem Hämopyrrol gewonnene Produkt bei 268° schmolz. Das 
alkoholische Filtrat, welches nach dem Abtrennen obiger Kry¬ 
stalle hinterblieb, wurde mit Wasser verdünnt und nach dem 
Alkalischmachen mit Äther extrahiert. Die ätherische Lösung 
wurde nach dem Waschen mit Wasser über Natriumsulfat ge¬ 
trocknet, konzentriert und mit einer kleinen Menge von mit 
HCl gesättigtem Äther versetzt. Sehr bald zeigt sich eine 
Krystailisation aus feinen Nädelchen bestehend. Dieselbe wurde 
abfiltriert und von neuem derselben Krystallisationsart unter¬ 
worfen. Das erhaltene Produkt glich aufs äußerste dem aus 
Hämopyrrol gewonnenen Produkt, welches bei 233° schmilzt, 
zeigte aber größere Löslichkeit in Alkohol und Äther und 
schmolz bereits bei 225 ° C. In spektraler Beziehung sind 
beide Substanzen nicht zu unterscheiden. Da das Methvl-n- 
Propylpyrrol wie ersichtlich Azofarbstoffe liefert, welche bereits 
niedriger als die Hämopyrrolabkömmlinge schmelzen, so konnte 
a priori gefolgert werden, daß ßß-Methyl-azo-Propylpyrrol noch 
niedriger schmelzende Farbstoffe geben wird. Wir wandten 
uns demnach dem ßß-Methyl-Äthylpyrrol zu. Die Darstellung 
desselben aus dem zugehörigen Imid geschah genau auf die 
gleiche Art wie oben beschrieben. Auch hier wurden zwei 
Typen von Krystallen beobachtet, die sich in analoger Weise 
trennen und krystallisieren lassen. Das in Alkohol schwer 
lösliche Produkt, welches sich in Chloroform mit violettblauer 
Farbe löst, schmolz bei 264°, während das in Alkohol leicht 
lösliche in Form seines Chlorhydrates bei 233° schmolz. Im
        

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