Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die chemische Zusammensetzung und Bildung der Enzyme. IV. Mitteilung: Über die Anpassung einer Hefe an Galaktose
Person:
Euler, Hans David Johansson
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19497/19/
Hans Euler und David Johan 
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sson, 
Die Geschwindigkeit, mit welcher lebende Hefe Kohlen¬ 
säure aus Zucker entwickelt, läßt sich bekanntlich nicht durch 
eine Konstante erster Ordnung ausdriicken. Will man also die 
Vergärungskraft verschiedener Hefen vergleichen, so wird man 
entweder die Zeiten vergleichen, in welchen eine gewisse Anzahl 
Kubikzentimeter C02 entwickelt wurde, oder die in der Zeit¬ 
einheit entwickelte Anzahl Kubikzentimeter C02. Will man den 
Einfluß von Nebenwirkungen, welche mit fortschreitender Re¬ 
aktionsdauer zunehmen, möglichst eliminieren, so wird man, 
besonders in unserem Fall, letzteres vorziehen ; bleibt die Anzahl 
entwickelter Kubikzentimeter C02 klein gegen diejenige, welche 
überhaupt entwickelt werden kann, so wird man die so ge¬ 
messene Geschwindigkeit mit der katalysierenden Kraft der 
Hefe und also, bei gegebener Hefemenge, mit der Menge des 
darin enthaltenen entsprechenden Enzyms proportional setzen 
dürfen. 
Die folgenden Kurven geben also indirekt die Abhängig¬ 
keit des Galaktosegehaltes der Hefe von der Dauer der Vor¬ 
behandlung an. 
nicht mehr überschritten wird. 
Wie aus den Kurven 
der Figuren 3 und 4 her¬ 
vorgeht, ist die Geschwin¬ 
digkeit, mit welcher eine 
Hefe die Fähigkeit der Ga¬ 
laktosevergärung ausbil¬ 
det, eine unter gegebenen 
Umständen reproduzier¬ 
bare und meßbare Größe. 
In bezug auf diese Fähig¬ 
keit erreicht die Hefe nach 
einiger Zeit einen Grenz¬ 
wert, welcher bei weiterer 
Kultur im gleichen Medium 
Die Geschwindigkeit der Enzymbildung scheint anfangs 
verzögert zu sein; man wird anzunehmen haben, daß in dieser 
Periode eine Hemmung beseitigt oder eine katalysierende Sub-
        

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