Bauhaus-Universität Weimar

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an Tryptophan von 3°« entsprechen. Da hei dieser kleinen 
Menge Verluste nicht zu vermeiden waren, so dürfen wir mit 
Sicherheit annehmen, daß der (jehalt des untersuchten Proteins 
an Tryptophan ein noch beträchtlich größerer war. Dis jetzt 
ist uns noch kein so hoher Gehalt an Tryptophan begegnet. 
Dieser Befund erscheint uns im Zusammenhang mit einer 
anderen Beobachtung noch ein besonderes Interesse zu haben, 
hs ließ sich nämlich bei der Untersuchung des Urins eines 
Kalles von Melanurie feststellen, daß ein Produkt vor¬ 
handen war, das mit Glvoxylsäure und konzentrierter Schwefel¬ 
säure eine auffallend starke Violettfärbung ergab. Ks ließ sich 
mit nuecksilbersulfat ausfällen und in allerdings nicht ganz 
unverändertem Zustand isolieren. Bei der Hydrolyse mit Pan¬ 
kreassaft ließ sich auch hier ein auffallend hoher Gehalt an 
I ryptophan feststellen. Leider mußte die genauere Untersuchung 
des Produktes wegen Mangels an Material aufgegeben werden. 
3. Versuche über das Verhalten von spinalen Nerven- 
und Sympathicusfasern, ferner von quergestreiften und glatten 
Muskelfasern gegenüber 1-, d- und dl-Adrenalin (Suprarenin). 
Nachdem festgestellt worden ist, daß das von der Neben¬ 
niere gebildete* Adrenalin (Suprarenin) auf ganz bestimmte 
Substrate eingestellt ist, schien es von Interesse, zu prüfen, 
<»b sich im Reagenzglas das Gewebe, das für das Adrenalin 
den Angriffspunkt liefert, auflinden läßt. Wir verwendeten kleine 
Stücke von spinalen Nerven vom Rind und legten diese in eine 
Lösung von Adrenalin 1 : oO his 1 : oOOO. Das Drehungsvermögen 
der Lösung wurde vor der Anstellung des Versuches bestimmt 
und dann von Zeit zu Zeit wieder festgestellt, nachdem das 
Nervengewebe zugefügt war. Wir verwendeten 1-, d- und dl- 
Adrenalin. Das Drehungsvermögen blieb lange Zeit konstant. 
Line Veränderung trat meist erst nach 24 Stunden ein, und 
zwar war es gleichgültig, ob spinale Nervenfasern oder Sym¬ 
pathicusfasern zur Verwendung kamen. Auch die Art der zu¬ 
gesetzten Muskelfasern erwies sich ohne Kinlluß. Nur in einem 
Kall beobachteten wir das Optisch-aktivwerden einer Probe, 
die aus Sympathicusganglionbrei und dl-Adrenalin bestand. Ks
        

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