Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Physiologie des Wassers und des Kochsalzes
Person:
Cohnheim, Otto G. Kreglinger L. Tobler O. H. Weber
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19485/18/
HO Otto l’.uhnheim. G. K re »linger. L Tobler und O. II. Weber, 
nicht mehr zu erwarten war. Die berechnete Abnahme ist bei 
jeder Versuchsperson hinzugefügt. 
Tabelle VII. 
t 
Zufuhr 
Ausfuhr 
Heleiition 
t 
Berechnete 
Abnahme 
Gohnheiin 
190!» 
in.;, 
10.85 
» H.I5 
4000 
È 
l!»ll 
n.\ 
17,8 
7.1 
8020 
Kt cgi in ge r 
11*0! * 
21.5 
IO.!» 
10.« 
8870 
» 
1911 
21.4 
14,25 
10.15 
2250 
II. 
190!» 
18.5 
M7 
11.88 
5800 
Kestner 
1909 
18.5 * 
8 .OS 
9.82 
1100 
To hie r 
1911 
22.9 
Mi. 1 
u.5 
2190 
Wehet 
1911 
17.7 
12.8 
5.Î 
2580 
Die Detention würde noch viel ausgeprägter sein, wäre 
nicht die eigentümliche Erscheinung, daß auch bei bestehendem 
Chlormangel die Niere weiter Chlor sezernierte.. Hierfür liefern 
die oben angeführten Zahlen einen sehr deutlichen Beleg. Nach 
dem ersten Aufstieg zum Colle d Olen wurde bei gewöhnlicher 
> Ernährung ein Harn entleert, der 1,1—l,ß°'o CINa enthielt, und 
ebenso enthielten flie Harne von 8. und Î., also während be¬ 
stehender Chlorretention, noch lft o Chlornatrium, .ta selbst bei 
einer äußerst chlorarmen Nahrung blieben die Kochsalzwerte 
über 0,5°.o und sanken nur langsam. Als sich am 10. und 11. 
Kochsalzmangel und Kochsalzverluste kombinierten, sank der 
Behalt auf 0,8. 0,22 und 0,05° o, blieb aber immerhin noch 
auf dieser Höhe, d. h. die Tätigkeit der Niere verschlechterte 
den Zustand des Körners noch und entzog den schon erschöpften 
Reservoiren noch weiterhin Chlor. Daß die Kochsalzausscheidung 
bei Kochsalzmangel nicht auf hört, ist von Grün w aid1) beim 
Kaninchen gesehen worden. Diurese vermehrt die Chloraus- 
scheidung und kann dem Tiere dadurch gefährlich werden. Es 
scheint, als ob die Sekretion eines ganz kochsalzfreien Harnes 
der Niere allzu große Schwierigkeiten bereitete, ein Umstand, der 
bei einer Theorie der Nierenfunktion jedenfalls zu beachten ist 
M II. F-. GrünwaId, Arch. f.exp. Path.u. Pharm.. Bd. 60. S. 8H0. 100!»
        

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