Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über Azofarbstoffe substituierter Pyrrole
Person:
Fischer, Hans E. Bartholomäus
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19438/1/
Über Azofarbstoffe substituierter Pyrrole. 
Von 
Hans Fischer und E. Bartholomäus. 
(Aus der II. med. Klinik zu München.) 
(Der Redaktion zngegangen am 28. Dezember 1011) 
O. Fischer und Hepp1) stellten zuerst fest, daß sich 
Pyrrol in saurer Lösung mit Diazobenzolehlorid zu Azofarb¬ 
stoffen und in alkalischer Lösung zu Disazofarbstoffen vereinigt. 
Sie machten es ferner sehr wahrscheinlich, daß beim Pyrrol 
die a-Stellung die für die Kuppelung bevorzugte ist, weil Pyr- 
rol-a-Carbonsäure, bei der die ß-Stellung frei ist, unter Kohlen¬ 
säureabspaltung mit Diazobenzolehlorid zu dem gleichen Farb¬ 
stoff kuppelt wie Pyrrol selbst. 
Wir haben nun die Azofarbstoffbildung bei substituier¬ 
ten Pyrrolen studiert speziell wegen der Bedeutung, die diese 
Farbstoffe für die Erkennung und Charakterisierung von Blut- 
und (ïallenfarbstoffderivaten haben können. 
Marchlewski-) hat mit Hilfe des Diazobenzolchlorids 
zuerst einen Farbstoff des Hämopyrrols erhalten, dessen Ana¬ 
lysen aber keine klare Auskunft darüber geben, ob ein Mono¬ 
oder Disazofarbstoff vorliegt. Die unsicheren Analysenresultate 
sind vermutlich mit dadurch bedingt, daß die erhaltenen Farb- 
stolle salzsaure Salze gaben, die beim Trocknen wahrschein¬ 
lich einen Teil ihrer Salzsäure verlieren. 
Wir haben daher das Diazobenzolehlorid ersetzt durch 
Diazobenzolsulfosäure in der Erwartung, daß wir hier die freien 
Azofarbstollsulfosäuren erhielten, was in der Tat der Fall ist. 
Zunächst haben wir eine Reihe bekannter synthetischer 
Pyrrolderivate mit Diazobenzolsulfosäure gekuppelt und stets 
') Her. d. Deulsch. chem. Ges., Bd. 19, S. 2251 (1886). 
V) Diese Zeitschrift. Bd. 4ö. S. 176; Bd. 61. S. 276. u. a. 0.
        

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