Bauhaus-Universität Weimar

Î bei die roten und blauen Farbstoffe der Algen' 403 
Der Niederschlag wurde abfiltriert, in Wasser wieder ge¬ 
löst, und nach einigen Umkrvstallisationen wurde eine reine 
Phykoerythrinlösung erhalten. Das Phykocyan, welches nur in 
geringer Menge vorkatn, rein darzustellen, gelang mir nicht, 
ganz sicher dürfte aber bei dem Chantransia-Stadium dieser 
Batrachospermum-Art dieselbe Phykocyan mod ifikation vor 
liegen, wie bei Batrachospermuni Gallaei. Oie Phyko¬ 
erythrinlösung zeigte die für eine solche Lösung charakteri¬ 
stische Farbe, Fluorescenz und Absorptionsbänder. 
L Cällithamnion hiemale Kjellm. 
Das mit loluol behandelte Material wurde mittels de¬ 
stillierten Wassers extrahiert. Nach zehn tagen wurde die 
Farblösung abfiltriert und mit einer geeigneten Menge Ammo¬ 
niumsulfat versetzt, um zum Kri stallisieren gebracht zu werden : 
nac.li einem Tage hatten sich kleine Phvkoerythrinkrystalle ge¬ 
bildet, deren Länge nur unbedeutend größer als die Breite war. 
Oie Kr\stalle lösten sich leicht in Wasser, und die Lösung 
wurde noch zweimal durch LImkrystallisieren gereinigt. Oie reine 
Lösung ist schön rot mit prachtvoll orangegelber Fluorescenz 
und zeigt die für eine Phykoervthinlösung charakteristischen drei 
Absorptionsbänder. 
5. Calothrix sp. 
Krst wenn man das Material an der Luft trocknet und 
gut pulverisiert, gelingt es, aus dieser Salzwassercyanophycee 
das Phykocyan zu extrahieren. Das gepulverte Material wird 
am besten 2—3 Tage in destilliertem Wasser (+ Toluol) 
liegen gelassen, worauf das Extrakt abfiltriert wird. Dieses ist 
blaugrün mit prachtvoll dunkel-karminroter Fluorescenz und mit 
schleimigen Kohlenhydraten sehr verunreinigt. Das Phykocyan 
wird mittels Ammoniumsulfat ausgefällt, der Niederschlag in 
Wasser wieder gelöst und dann durch einige Umfällungen ge¬ 
reinigt. Auch wenn einé mit etwas Ammoniumsulfat versetzte 
Lösung langsam verdampft wurde, wurden keine Krvstalle er¬ 
halten. Die reine Lösung zeigt nur ein Absorptionsband, und 
dieses liegt im Orange zwischen G und D mit Maximüm bei 
X 624—618. Spektroskopisch stimmt demnach das Phvkocvan 
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