Bauhaus-Universität Weimar

Ilara Id Kylin. 
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schoben ( von X 635—605 nach 630—600 und von X 580—560 
nach X 575 bis 555), und außerdem besäße die letztere 
Modifikation ein Hand bei X 655-650, welches bei der ersteren 
Modifikation fehlt. Dieses letztere Band ist aber wahrschein¬ 
lich Verunreinigungen zuzuschreiben, und die Verschiebung 
• hinsichtlich der zwei übrigen Absorptionsbänder ist zu gering, 
um mit Sicherheil erweisen zu können, daß die erwähnten 
Modifikationen voneinander verschieden sind, so lange die Unter¬ 
suchung sich nicht auf eine reine Farbstofflösung basiert. Meines 
Erachtens wäre demnach das Phykocyan aus Oscillaria li- 
mosa nicht von dem blauen Phykocyan verschieden, wenigstens 
ist der Unterschied nicht erwiesen. — Mit dem von mir so ge¬ 
nannten blauvioletten Phykocyan aus Ceramium rubrum ist 
das Phykocyan aus Oscillaria limosa durch die.Lage des Ab¬ 
sorptionsbandes zwischen D und E wohl verschieden. 
Molisch hat das Phykocyan einer Oscillaria-Art in Kry- 
stallen erhalten, die wahrscheinlich dem monoklinen System 
angehören (vgl. Molisch. 1895. S. 133). 
20. Polysiphonia Brodiaei (Dillw.j Grew 
Mit Toluol behandeltes Material wurde eine Woche mit 
destilliertem Wasser extrahiert, das abfiltrierte, sehr schleimige 
Extrakt durch Zusatz von Aramoniumsulfat gefällt, und der in 
Wasser wieder gelöste Niederschlag durch einige Umfällungen 
gereinigt. Phykoerythrinkrystalle habe ich aus dieser Art nie¬ 
mals erhalten. Auch wenn man eine mit etwas Ammonium¬ 
sulfat versetzte Phykoerythrinlösung langsam verdampfen läßt, 
erhält man nur einen amorphen, roten Niederschlag (vgl. De- 
lesseria sanguinea, S. 405). Eine Phykoerythrinlösung aus 
Polysiphonia Brodiaei unterscheidet sich von allen bisher 
besprochenen Phykoerythrinlöstingen dadurch, daß sie der 
prachtvoll orangegelben Fluorescenz vollkommen entbehrt. Sie 
zeigt aber die rote Farbe und die charakteristischen drei Ab¬ 
sorptionsbänder einer gewöhnlichen Phykoerythrinlösung. 
21. Polysiphonia nigrescens (Dillw.) Grev. 
Mit Toluol behandeltes Material wurde drei Monate mit 
destilliertem Wasser extrahiert. Nach dem Abfiltrieren des
        

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