Bauhaus-Universität Weimar

l’lier die roten und blauen Farbstoffe der Aljien 41f> 
bandes zwischen X (»13—607 liegt, sondern zwischen X Hl8 
bis 607. oder vielleicht lieber zwischen X 615—610. 
Die hier vorliegende Phykocyanmodifikalion. die blaues 
Phykocyan genannt werde, unterscheidet sich sçhr gut von 
den beiden vorher erwähnten Modifikationen, dem bknigrünen 
Phykocyan aus Batrachospermum Gallaei und dem blau¬ 
violetten Phykocyan aus Ceramium rubrum (vgl. S. 402). Das 
blaugrüne Phykocyan besitzt nur ein Absorptionsband; das blau¬ 
violette besitzt wie das blaue zwei Absorptionsbänder, ein 
stärkeres zwischen C und D und ein schwächeres zwischen 
D und E. Dieses letztere Band liegt aber bei dem blauvioletten 
Phykocyan näher an E (Max. bei X 553—510), bei dem blauen 
dagegen näher an D ( Max. bei X 577—573). Das Maximum des 
ersteren Absorptionsbandos liegt bei dem blauvioletten Phyko¬ 
cyan hei X 618—613. bed dem blauen dagegen bei X 615—610. 
Der Name blaues Phykocyan ist schon von Moliseh 
(1006,S.800) gebraucht worden, um eine Phykocyanmodifikalion 
zu bezeichnen, die er aus einer Oscillaria-Art erhielt. Das 
Spektrum dieser Modifikation ist durch eine Endabsorption im 
äußersten Hot und durch zwei Bänderd und II) knapp zu beiden 
Seiten der Linie D ausgezeichnet.-» Die Bänder haben folgende 
Lage: I bei X 635—605 und II bei X 580—560. Die von Moliseh 
erwähnte Endabsorption ist wahrscheinlich Verunreinigungen 
zuzuschreiben (Moliseh hat nur ein Wasserextrakt untersucht, 
nicht eine reine Lösung): hinsichtlich der Lage der beiden Ab¬ 
sorptionsbänder stimmen dagegen seine Angaben so gut mit 
den meinigen ('s. Tab. 3j überein, daß sie meines Erachtens die 
Schlußfolge erlauben, daß in der von Moliseh untersuchten 
I»seillaria-Art dieselbe Phykocyanmodilikation vorkommt, wie 
in der von mir untersuchten Phormidium-Art. 
Aus Oscillaria limosa Ag. erhielt Moliseh ( 1906, 8.805) 
eine Phykocyanmodifikalion, die er blauviolettes Phykocyan 
nannte, und welche drei Absorptionsbänder besitzen soll. Die Lage 
dieser Bänder wäre: I bei X 655-650, II bei X 630—600 und 111 
bei X 575—555. Die beiden Absorptionsbänder des blauen 
Phykocyans wären demnach bei dem blauvioletten Phykocyan 
etwas gegen den stärker brechbaren Teil des Spektrums ver-
        

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