Bauhaus-Universität Weimar

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über die rotpn und blauen Farbstoffe der AI"ori 
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es verschiedene Modifikationen von Phykoerythrin gebe. Hei 
diesen Untersuchungen habe ich auch meine Aufmerksamkeit 
darauf gelenkt, ob Phykocvan bei den untersuchten Algen, 
wie bei Ceramium rubrum, mit Phykoerythrin vergesell¬ 
schaftet sei. Außerdem ist das Phykocyan einiger Cyano- 
phyceen untersucht worden. 
Das Material an untersuchten Salzwasseralgen ist zu 
verschiedenen Jahreszeiten an der schwedischen Westküste 
in der Nähe der zoologischen Station Kristineberg eingesammelt 
worden. Von den untersuchten Süßwasseralgen ist Batracho- 
spermum Gallaei bei Kriksfors in der Nähe von Uddewalla 
(Bohuslän), Lemanea fluviatilis, Hatrachospermum sp. 
und Phormidium sp. bei Kvarnbo in der Nähe von llpsala 
oingesammelt worden. 
I. Untersuchte Arten. 
1. Antithamnion plumula (Kllisj Thur. 
Das Material wurde mit Toluol behandelt und in destil¬ 
liertes Wasser gelegt. Nach 9 Tagen wurde abfiltriert und die 
so erhaltene Farblösung mit Ammoniumsulfat (10 g auf 100 ccm 
Lösung) versetzt. Nach einem Tage hatten sich kleine, stäbchen¬ 
förmige, rote Krystalle gebildet. Der Niederschlag wurde ab- l 
filtriert, in Wasser gelöst, und die so erhaltene Lösung durch 
Zusetzen einer geeigneten Menge Ammoniumsulfat noch einmal 
zum Krvstallisieren gebracht. 
Die Farblösung ist schön rot und zeigt eine prachtvoll 
orangegelbe Fluorescenz in derselben Weise wie die Phyko¬ 
erythrinlösungen, die ich früher bei Ceramium rubrum be¬ 
schrieben habe. Die Lösung zeigt auch die für eine Phy¬ 
koerythrinlösung charakteristischen drei Absorptionsbänder 
ls. Tafel 2, Fig. 1; vgl. Kylin, 1910, S. 212 u. 213). 
2. Batrachospermum Gallaei Sirodot. 
Keingespültes, mit Toluol behandeltes Material wurde mit 
destilliertem Wasser übergossen und dann einen Tag an einem 
finsteren Ort stehen gelassen. Hierbei wurde derjenige Teil 
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