Bauhaus-Universität Weimar

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Harald Kylin, 
eine geringe Phykoerythrinmenge enthielt, gelang es mir nicht, 
den Farbstoff in reiner Form zu gewinnen. 
14. Griffithsia coraJJina (Lightf.) A g. 
Mit Toluol behandeltes Material wurde mittels destillierten 
Wassers extrahiert, und die abfiltrierte Farblösung mit einer 
geeigneten Menge Ammoniumsulfat versetzt. Das Phykoerythrin 
krystallisierte darauf in kleinen, stäbchenförmigen Krvstallen. 
Die reine Lösung zeigt die für eine Phykoerythrinlösung charakte¬ 
ristische Farbe, Fluorescenz und Absorptionsbänder. 
15. Laurentia pinnatifida (Gmel.) Larhour. 
Fs ist verhältnismäßig schwierig, das Phykoerythrin aus 
dieser Alge zu extrahieren, und man muß deshalb das Material 
wenigstens einen Monat in Wasser (-f Toluol) liegen lassen. 
Durch Zusatz von Ammoniumsulfat ist es leicht, den Farbstoff 
aus der abiiltrierten Lösung zum Krystallisieren zu bringen. 
Die Krystalle sind oft an einem Ende keilförmig zugespitzt, 
und nicht selten lindet man, daß zwei bis mehrere Krystalle 
mittels des zugespitzten Endes aneinander angeheftet sind. Eine 
reine Lösung zeigt die für eine Phykoerythrinlösung charakte¬ 
ristische Farbe, Fluorescenz und Absorptionsbänder. 
16. Lemanea fluviatilis (Dillw.) Ag. 
Mit Toluol behandeltes Material wurde in destilliertes 
Wasser gelegt. Nach einem Tage zeigte sich, daß der Teil des 
Materials, der an der Oberfläche des Extraktionswassers lag, 
violett gefärbt worden war, während der übrige Teil des 
Materials seine dunkelmoosgrüne Farbe behalten hatte (vgl. 
Datrachospermum Gallaei S. 397). Nach einigen Tagen 
war auch dieser Teil etwas violettfarbig, und auch das Wasser 
war etwas rotviolett geworden. Das Material wurde drei Monate 
liegen gelassen, und dann wurde die Farblösung abfdtriert. 
Diese war kräftig rotviolett und zeigte eine braun-orangefarbige 
Fluorescenz. 
Die Farblösung wurde mit 10 g Ammoniumsulfat auf 
100 ccm Lösung versetzt, und nach einem Tage hatte sich 
ein reichlicher Niederschlag gebildet, der aus blauen, rhombo-
        

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