Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntnis des Eisenstoffwechsels. I. Mitteilung: Methodisches, Quantitative Bestimmung geringer Eisenmengen
Person:
Jahn, Friedrich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19385/1/
Zur Kenntnis des Eisenstoffwechsels. 
I. Mitteilung. 
Methodisches, 
Quantitative Bestimmung geringer Eisenmengen. 
Von 
Friedrich Jahn, cand. med. 
Mit einer Kurvenzeichnung im Text. 
(Aus dem chemischen Laboratorium des physiologischen Instituts der Universität Leipzig). 
iDer llcdaktion zugegangen am 19. September 1911.) 
Die Bestimmung geringer Eisenmengen in organischen 
Substanzen setzt (»ine exakte Veraschungsmethodik voraus. Die 
trockne Veraschung erfordert sehr viel Zeit, ständige Beobach¬ 
tung und große Chung, und sichert doch nicht gegen Verluste 
durch Verspritzen, durch ungenügende Verbrennung oder durch 
Verflüchtigung1 ) von Eisen in der Form des Chlorids beim 
Abrauchen der trockenen Asche mit Salzsäure. Demgegenüber 
bedeutet die von A. Neumann2) eingeführte feuchte Veraschung 
einen großen Fortschritt. Sie gestattet zwar nicht, die Gesamt¬ 
asche zu bestimmen, vermeidet aber absolut sicher Verluste 
durch Verspritzen, Verflüchtigung und ungenügende Verbrennung. 
Man kann sie in kurzer Zeit ausführen und gleichzeitig beliebig 
viele Veraschungen vornehmen. Voraussetzung ist allerdings 
eine peinlichst genaue Prüfung der anzuwendenden Säuren auf 
Eisengehalt. Es genügt nicht, etwa 5—10 ccm der betreffenden 
Säure nach Verdünnung mit Wasser mit Rhodankalilüsung zu 
prüfen. Man bekommt meist keine oder nur eine äußerst schwache 
•) Kunkel, Pflügers Arch., Bd. 50. S. 4(1801), und de Köninck . 
Zeitschrift f. analyt. Chem., Bd. 39, S. 515 (1000). 
*) Über die Technik der feuchten Veraschung siehe A. Neumann, 
Diese Zeitschrift, Bd. 37, S. 115 (1902/03), Bd. 43. S. 32 (1904/05). und 
Aron in Abderhalden, Handbuch d. biochem. Arbeitsmethoden, Bd. 1. 
S 372—390 (1010).
        

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