Bauhaus-Universität Weimar

' Zur Chemie dee HOhnereies. 
Von 
Dr. Kenji Kojo aus Tokio. 
(Aus der chemischen Abteilung des Pathologischen Instituts der Universität Berlin.) 
' Der Redaktion zugegangen am 2. August 1911.) 
In einer kürzlich erschienenen Mitteilung hat E. Sal- 
kowski1) aufs neue die Aufmerksamkeit auf das Vorkommen 
von Traubenzucker im Weißen und Dotter des Eies gelenkt 
und nachgewiesen, daß sowohl im Weißen des Eies als auch 
im Dotter der Traubenzucker als solcher, nicht etwa in Ver¬ 
bindung mit Lecithin oder Lecithalbumin vorhanden ist. Während 
diese Tatsache also als feststehend angesehen werden kann, 
ist die F rage nach den Mengenverhältnissen noch eine nahezu 
offene. Einem Vorschläge von Herrn Prof. E. Salko-wski 
folgend, habe ich diese Frage untersucht und gleichzeitig einige 
andere quantitative Bestimmungen bezüglich der Bestandteile 
des Eies ausgeführt. 
Zur Beschaffung des Untersuchungsmaterials wurden mög¬ 
lichst frische Eier, jedesmal 3-4 Stück, verwendet. Die Ab¬ 
trennung des Albumens gelingt leicht ohne jede Verunreinigung 
mit Dotter, dagegen ist der Dotter kaum ohne weiteres frei 
von Albumen zu erhalten. Diese letzten Beste habe ich mit 
einer Pipette mit stumpfer Spitze abgesogen. Das Weiße und 
anderseits der Dotter von je 3—4 Eiern wird, um Durchschnitts¬ 
werte zu erhalten, vereinigt. Zur Bestimmung des Wasser- und 
Aschengehaltes diente ein kleines Platinschälchen, das sich in 
einem Wägegläschen befand. Zur Bestimmung der Asche wurde 
wie üblich verfahren. Es ergab sich bei diesen Bestimmungen 
folgende Tabelle: 
') Biochem. Zeitschr.. Bd. 32, S. 335 <1911). Siehe hier die ältere 
Literatur. 
Iloppe-Seylers Zeitschrift f. physiol. Chemie. LXXV. 
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