Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Defekte Verdauung und Resorption. I. Mitteilung
Person:
London, E. S. W. F. Dagaew B. D. Stassow O. J. Holmberg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19351/23/
350 London, Dagaew, Stassow und Holmberg, 
Der Hund wurde im Gestell befestigt und erhielt eine gleich¬ 
mäßig zubereitete Nahrung aus Fleisch, Stärke und Schweine¬ 
fett. Der aus der Fistel fließende Chymus wurde in einem im 
Eisschrank aufbewahrten Gefäß aufgefangen nach gewogenen 
Stundenportionen. Die für eine ganze Verdauungsperiode auf¬ 
gefangene Chymusmenge wurde einer vollen Analyse, wie sie 
in vorhergegangenen Untersuchungen ausgeführt worden war,1) 
unterworfen. Einige Zeit nachher wurde dem Hunde dieser oder 
jener Darmabschnitt reseziert, und nachdem der Hund nach 
einigen Wochen vollkommen wiederhergestellt war, wurde er 
wieder in derselben Weise wie vor der Resektion beobachtet. 
Die Beobachtungen der Folgeerscheinungen der Resektion wurden 
möglichst lange fortgesetzt, d. h. entweder bis zum natürlichen 
Tode des Tieres oder bis zu dem Zeitpunkt, wo es wünschens¬ 
wert erschien, noch eine neue Resektion vorzunehmen. Aus 
den Tabellen, in die alle erhaltenen Zahlenwerte aufgenommen 
und die mit allen notwendigen Bemerkungen versehen sind, 
ist leicht zu ersehen, wie die normalen Verhältnisse hier ge¬ 
ändert werden. 
In der Norm sind bei jeder Speisenart die einzelnen Ab¬ 
schnitte des Verdauungstraktus auf einen ganz bestimmten 
Anteil in der Verarbeitung der Nahrungsbestandteile angewiesen. 
Aus der an einer bestimmten Verdauungsetappe angelegten 
Fistel gewinnt man also mit dem Chymus einen bestimmten 
Teil der Nahrungsstofl'e, welcher noch unresorbiert oder sogar 
unverdaut geblieben ist, zurück. Wird nun ein Darmstück aus¬ 
geschnitten, so muß die Verdauungs- resp. Resorptionstätigkeit, 
einzelner Teile des Verdauungsapparates sich ändern und dem¬ 
gemäß die Fistelexkretion Abweichungen von der Norm auf¬ 
weisen. 
Bei 2 Hunden (Nr. 1 und Nr. 4) wurde eine Ileum- 
resektion unterhalb der Fistelstelle ausgeführt, und zwar 
wurde bei einem Hunde (Nr. 4) ca. 1k und beim anderen (Nr. 1) 
etwa 11 a des Darmrohrs ausgeschaltet. Bei beiden Hunden 
begann die Fistel nach der Operation geringere Mengen un- 
‘I K. S. London und A. W. Sivré, Diese Zeitschrift, ßd. HO. 
s. m.
        

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