Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Defekte Verdauung und Resorption. I. Mitteilung
Person:
London, E. S. W. F. Dagaew B. D. Stassow O. J. Holmberg
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19351/22/
Defekte Verdauung und Resorption. I. 849 
wurden 57°/o, aus Stärke 72°/o resorbiert. Über den Fettgehalt 
ist es noch schwierig zu urteilen, weil Fette wahrscheinlich 
im Anfangsteile des Darmes aufgehalten werden. 
Kurz, die Fortbewegung des Speisebreies im Darm und 
die Umwandlung seiner Bestandteile beim Fehlen des Magens 
bietet ein ganz eigentümliches, von der Norm durchaus ver¬ 
schiedenes Bild. 
Einige Zeit nach Beendigung der Versuche an dem magen¬ 
losen Hunde fiel die Kanüle aus der Fistel heraus. Bei gesunden 
Hunden haben solche Zufälle in der Regel keine besonderen 
Folgen. Wenn dem Hunde einige Tage keine Nahrung verabfolgt 
wird, schließt sich die Fistel spontan infolge von. Narben¬ 
schrumpfung. Im gegebenen Falle ging die Narbenschrumpfung 
sehr langsam vor sich und der Hund ging ein. Bei der Sektion 
stellte sich heraus, daß die Wand des Duodenums stark ver¬ 
dünnt war und sich hier gewissermaßen ein Reservoir gebildet 
hatte, scheinbar um den herbeigeführten künstlichen Defekt zu 
kompensieren. 
III. 
Die Bedeutung der Resektion verschiedener Darmabschnitte 
für die Verdauung. 
Von B. D. Stassow. 
Nachstehende Versuchsreihe hatte den Zweck, aufzuklären, 
in welcher Weise ein permanenter Ausschluß dieses oder jenes 
Darmabschnittes auf der Strecke vom Pylorus bis zum Anus 
die Fähigkeit sowohl oberhalb als unterhalb liegender Abschnitte 
•les Verdauungsapparates beeinflußt. Pline derartige. Aufgabe 
setzt selbstverständlich eine große Menge verschiedenartiger 
Kombinationen operativer Eingriffe voraus. Fürs erste wollen 
wir uns daher darauf beschränken, die für das Jejunum, Ileum 
und den oberen Abschnitt des Dickdarmes erhaltenen Daten 
mitzuteilen. 
Die Versuche bestanden darin, daß an bestimmten Stellen 
des Darmes Fistelkanülen angelegt wurden, und wenn nach 
ca. 8 \\ oehen der Hund sich von der Operation vollkommen 
erholt hatte, so wurde er einem genauen Studium unterworfen. 
Uoppe-Seyler’s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LXXIV. . 24
        

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