Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ein Reversionsphänomen bei Darmsafteinwirkung auf Caseinverdauungsprodukte
Person:
London, E. S.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19344/3/
l'ber Darmsafteimvirkunj; auf Caseinverdauungsprodukle 303 
beigemischt. Versuchsresultat: Gallertbildung trat nur in den¬ 
jenigen Reagenzgläsern ein, die Darmsaft enthielten,'wobei der 
Vorgang um so schneller verlief, je größer die zugefügte Soda¬ 
menge war. Das Festwerden des Gemisches wurde beobachtet 
bei 0,15 ccm Sodalösung nach 36 Stunden, bei 0,1 nach. 2 21 
und bei 0,05 nach 3 X 24 Stunden. Hieraus folgt der Schluß : 
3. Kohlensaures Natron fördert die Gallert¬ 
bild u llg. 
Versuch V. Den 17. V. wurden 2 Droben von je 10 ccm 
.lejunumchymuslösung mit 0,182 g N und lleumehymuslösung 
mit 0,112 g N gemischt mit je 0,5 Darmsaft angesetzt. Sofort 
nach Herstellung der Mischung und nach verschieden großen 
Zeiträumen wurde der Amid-N nach Sorensen titriert. Dabei 
wurden folgende Zahlen gefunden: t ccm: sofort—4,70. und 
3,64 mg Amid-N; nach 21 Stunden—5,46 und 3,86, nach 
3X24: 6,70 und 4,10: nach 4 ;• 24 (Gallertebildung): 6,96 
und 4,56. Hieraus folgt der Schluß: 
4. Die Gallertbildung geht parallel dem Spaltungs¬ 
prozesse der Deptidbindungen. 
Der Versuch 11 war unterdessen fortgesetzt worden und 
die Gemische blieben im Thermostaten stehen vom 13. V. Schon 
den 17. V. wurde im Reagenzglas mit dem höchsten Gehalt 
an Darmsaft (0,6) das Eintreten einer Verflüssigung der Mischung 
beobachtet, ln den übrigen Reagenzgläsern trat die Verflüssigung 
nach längeren Zeiträumen auf, entsprechend der Abnahme des 
Gehaltes der Mischung an Darmsaft. 
In Versuch IV wurden die Proben am 17. V. aus dem 
i 
Rrutsehrank herausgenommen und bei Zimmertemperatur stehen 
gelassen. In denjenigen, die den geringsten Sodagehalt auf¬ 
wiesen, trat am 19. V. Verflüssigung ein. Die übrigen 2 Proben 
« 
blieben in gallertigem Zustande. (22. VII.) 
Ein spezieller Versuch wurde mit lleumcaseinprodukten 
und Darmsaft am 1. V. gemacht. Festwerden des Gemisches 
trat am 6. V. ein. Von demselben Tage an wurde die Gallerte 
bei Zimmertemperatur stehen gelassen und nach einigen Tagen 
trat Verflüssigung ein. Am 11. V. war die Verflüssigung voll¬ 
ständig. Das Gemisch wurde wieder in den Thermostaten
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.